01.11.2018

Shimadzu Deutschland GmbH

In jedem Ozean, in jeder Tiefe - Mikrofasern und Mikroplastik

Marion Engelkraut-Holtus Kontakt, Shimadzu Deutschland GmbH

Susanne Kühn, Wageningen Marine Research

Alan Jamieson, Newcastle University



Auf allen Kontinenten finden Naturwissenschaftler polymere Mikropartikel in Lebewesen - auch in der Welt der Meerestiere, etwa im Polardorsch (Boreogadus saida) oder in Tiefseeflöhen (Lysianassoidea amphipods), die ein wichtiges Glied in der Nahrungskette von Fischen, Pinguinen, Seevögeln oder Robben sind. Zwei Arbeitsgruppen (Newcastle University, Großbritannien und Wageningen Marine Research, Niederlande) untersuchten die Mageninhalte der jeweiligen Tierart. Und beide Gruppen wurden fündig. Mikropartikel um 100 μm Größe wurden isoliert.

Der Arktische Ozean wird oft als ungestörte und unberührte Natur erfahren. Jedoch ist die Arktis kein geschlossenes System, sondern vom Menschen beeinflusst, zum Beispiel durch Klimawandel oder Umweltverschmutzung. In den letzten Jahren wurde in der Nähe des Spitzbergen-Archipels im arktischen Ozean ein zusätzlicher Meereswirbel (Gyre) beschrieben, der aus den südlichen, stärker urbanisierten Gebieten den marinen Plastikabfall ansammelt. Auch im Meereis selbst wurden Plastikrückstände gefunden.

Da das Eis schmilzt, können die im Meereis eingefangenen Kunststoffteilchen freigesetzt werden, und stehen für Organismen zur Verfügung, die unter dem Meereis leben und sich ernähren.

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