16.08.2018

Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG

Eisenhüttenschlacken im Straßenbau: Routinebestimmung des Gesamtfluorgehalts

Dominik Hahn, Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG



Durch die Verwendung von Eisenhüttenschlacken im Straßenbau können in den Schlacken enthaltene Fluorverbindungen in die Umwelt gelangen. Dominik Hahn, heute Doktorand in der Abteilung Technische Chemie und Korrosionswissenschaften der Universität Koblenz-Landau, entwickelte im Rahmen seiner Bachelorarbeit eine Methode zur Bestimmung des Fluorgehalts von Schlacken durch Combustion IC. Für diese wurde er vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Mittelrhein e. V. mit dem VDI-Förderpreis ausgezeichnet.

Schlacke: Ein nützliches Nebenprodukt

Im Jahr 2016 fielen in der Stahlindustrie weltweit ca. 460-600 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken (Hochofen- und Stahlwerksschlacken) an - so schätzt der United States Geological Survey. Schlacke ist die nichtmetallische Substanz, die beim Verhütten von Erz zurückbleibt. Sie ist aber kein Abfallprodukt: Schlacke ist z. B. eine Grundlage für Ersatzbaustoffe im Verkehrswegebau oder für Rohstoffe in der Zementindustrie. Ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit von Eisenhüttenschlacken ist die Auslaugbarkeit von Fluor. Wie das Auslaugungsverhalten fluorhaltiger Schlackeprodukte zustande kommt, ist nicht vollständig geklärt. Aktuelle Forschungsvorhaben beschäftigen sich daher damit, die komplexen Vorgänge der Fluoridauslaugung zu verstehen und durch Anpassungen in der metallurgischen Arbeit zu beeinflussen.

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