02.08.2018

Shimadzu Europa GmbH

Untersuchung von papierbasierenden Lebensmittelverpackungen mit infraroter ATR-Spektroskopie

Aurelia Bertini, Marion Engelkraut-Holthus Kontakt, Shimadzu Europa GmbH



Wer sich mit Lebensmittelverpackungen beschäftigt, kommt um einen elementaren Bestandteil nicht herum: Cellulose. Sie ist ein Polymer, das sich aus β 1,4-glycosidisch verknüpften Glucose-Molekülen, den Cellobiose-Einheiten zusammensetzt und aus Holz gewonnen wird - gemeinhin bekannt als Pappe oder Papier. Unter den Verpackungsmaterialien macht Papier den größten Anteil aus. Seine Vorteile liegen auf der Hand: es ist ein preiswerter, nachwachsender Rohstoff, der sich zu Altpapier recyceln lässt, das wiederum als Zusatz bei der Produktion neuer Verpackungen zum Einsatz kommt.

Lebensmittelpapier wird zum Beispiel als Einschlagpapier mit direktem Kontakt zum Lebensmittel angeboten, etwa frischem Aufschnitt oder als Hartpapier für Getränke in Form von Trinkbechern. Der Einsatzbereich lässt sich mit folgenden Stichworten umfassen: Bio-, To-Go-, und Fastfood-Verpackungen. Die Anwendung von Papierverpackungen als "Karton" ist auf die Umverpackungen oder trockene Lebensmittel wie zum Beispiel Mehl, Zucker aber auch Nudeln oder Müsli beschränkt.

Papier alleine stellt keine Barriere gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff dar. Pappen, die in den Lebensmittelverpackungen verwendet werden, sind aus mehreren Schichten aufgebaut. Dabei sind der außen liegenden Schicht Füllstoff wie Kaolin (SiO2/Al2O3) und Talk (ein magnesium-haltiges Schichtsilikat) sowie Titandioxid als Weißpigment beigemischt. Diese sorgen für glatte, weiße Oberflächen, die für Aufdrucke besser geeignet sind, als die raue unbehandelte Pappschicht.

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