05.04.2018

Dr. Beyer Internet-Beratung

Internet-Recherchen - Was bessere Suchergebnisse verhindert

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Bis in die frühen 1990er Jahre war es noch möglich, für alle wichtigen Internet-Domains ein manuell gepflegtes, hierarchisches Verzeichnis zu erstellen. Anfangs hatten in der Regel nur Bibliotheken, Forschungs- und Regierungseinrichtungen eine eigene Internetseite. Das erste Geschäftsmodell von Yahoo basierte übrigens auf einem solchen Verzeichnis in Verbindung mit aktuellen Nachrichten, Werbung und weiteren Dienstleistungen.

Mit der zunehmenden Kommerzialisierung des Internets, Mitte der Neunziger Jahre, explodierte die Zahl der verfügbaren Seiten und Inhalte, so dass diese Verzeichnisse nur noch als grober Einstieg dienten und das Zeitalter der Suchmaschinen begann. Es ist mit Firmen wie Altavista, Lycos, Excite oder Fireball verbunden, die es so heute alle nicht mehr gibt. Ihr großes Problem war der immer kostspieligere Aufbau eines eigenen aktuellen Suchindex und das Eliminieren von minderwertigen, doppelten und veralteten Inhalten in den Trefferlisten. Letztlich war das Scheitern an dieser Aufgabe auch das Ende der Unternehmen.

Larry Page und Sergey Brin sorgten mit einem neuartigen Algorithmus für das Sortieren von Suchergebnissen für eine substantielle Verbesserung der Qualität der Trefferlisten. Sie gründeten im September 1998 unter Mithilfe von Eric Schmidt das Unternehmen Google, dessen Marktanteil in den führenden Industrienationen außer China (Baidu) und Russland (Yandex) heute überall jenseits der 90 Prozent liegt. Einziger noch verbliebener globaler Konkurrent mit einem Marktanteil von ca. 3 Prozent ist die Suchmaschine "Bing" von Microsoft, die früher die Namen "Live Search" bzw. "MSN" trug. Nicht von ungefähr steht das Verb "googeln" schon seit 2004 als Synonym für "im Internet suchen, recherchieren" im Duden.

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