27.07.2017

Leica Microsystems GmbH

Was macht das Pinhole im konfokalen Mikroskop?

Dr. Rolf T. Borlinghaus Kontakt, Leica Microsystems GmbH



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Wer ein konfokales Mikroskop benutzt und über die Eigenschaften und Parameter eines solchen Gerätes diskutiert, wird notwendigerweise über das Pinhole reden - und wie dessen Größe sich auf das Ergebnis auswirkt. Diese kurze einführende Schrift soll die Bedeutung des Pinholes erläutern und ist für Leser gedacht, die nicht allzu viel Zeit mit der Theorie und den Details der konfokalen Mikroskopie verbringen aber dennoch eine Vorstellung über die Wirkungsweise und die Grenzen solcher Instrumente bekommen möchten.

Was ist ein Pinhole?

Optische Linsen sind im Wesentlichen durch zwei Parameter gekennzeichnet: die Krümmung der Linsenoberflächen und den Durchmesser. Der Krümmungsradius entscheidet, in welche Richtung die Strahlen gebrochen werden und der Durchmesser bestimmt, wieviel Strahlen zum Ergebnisbild beitragen. Der Durchmesser kann im einfachsten Fall durch den Linsenrand gegeben sein, in vielen Fällen wird der Strahldurchmesser aber durch eine separate Blende eingestellt. Oft setzt man Blenden ein, die aus einer größeren Zahl von Lamellen zusammengesetzt sind und deren Durchlass sich durch mechanische Verstellung dieser Lamellen stufenlos einstellen lässt. So eine Vorrichtung heißt Irisblende, nach der im Durchmesser veränderlichen bunten Regenbogenhaut im Auge, die wiederum nach der griechischen Göttin des Regenbogens Iris benannt ist. Sehr kleine Blenden lassen sich mit dieser Lamellentechnik aber nur sehr schwer oder gar nicht fertigen. Die einfachste Methode, mit der sich sehr kleine Blenden herstellen lassen, ist recht trivial: man nehme ein Stück Karton oder Aluminiumfolie und steche mit einer dünnen Nadel ein kleines Loch hinein. So erhält man ein Pinhole (engl. Nadel-Loch). Mit solch einem Pinhole kann man sich eine Camera obscura basteln - ganz ohne Linsen.

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