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08.06.2017

Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG

Vorhersage des biochemischen Methanpotentials für eine effizientere Biogasproduktion

Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG



Bei der Produktion von Biogas streben Hersteller einen möglichst hohen Methananteil an, denn aus Methan wird bei der Verbrennung Energie gewonnen. Die Zusammensetzung von Biogas kann jedoch stark variieren, weil Biogas durch anaerobe Vergärung aus biologischen Abfällen und organisch belastetem Abwasser sowie aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird und es in der Natur der verwendeten Substrate liegt, dass ihre Beschaffenheit variiert. Durch die richtige Verwendung der Substrate lässt sich die Methanausbeute maximieren. Die schnelle und günstige Bestimmung des biochemischen Methanpotentials hilft Herstellern dabei, die Biogasanlage effizient zu betreiben.

Biogas: Wie aus Abfall Energie gewonnen wird

Biogas ist eine attraktive Energiequelle, weil es aus Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Es handelt sich dabei um ein Gasgemisch, wobei Methan der entscheidende Bestandteil für die Energiegewinnung ist. Die anaerobe Vergärung der Substrate zur Biogasgewinnung verläuft in vier Schritten.

Wieviel Methan lässt sich aus meinem Substrat gewinnen?

Eine effiziente Methanbildung setzt sowohl geeignete Bedingungen im Biogasfermenter als auch taugliche Substrate voraus. Um zu entscheiden, welche Substrate in welchem Verhältnis in den Fermenter kommen, können sich Produzenten das biochemische Methanpotential (BMP) zunutze machen. Das BMP gibt die Menge an Methan in Millilitern an, die bei der anaeroben Vergärung eines Gramms organischer Trockensubstanz entsteht. Wieviel das ist, hängt von der Zusammensetzung des Substrats ab, denn Kohlenhydrate, Proteine, Ballaststoffe usw. werden jeweils zu bestimmten Mengen Methan umgesetzt. Der Gehalt an Lignin dagegen beeinflusst die Methanproduktion negativ: Das BMP nimmt mit steigendem Gehalt des Biopolymers ab, denn sowohl Lignin selbst als auch die davon abgeleiteten Tanninpolymere sind giftig für Methanbakterien.

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