20.10.2016

Shimadzu Europa GmbH

Identifikation von Elfenbein mit Hilfe der Infrarotspektroskopie

Marion Egelkraut-Holtus Kontakt, Bernhard Westphäling, Shimadzu Europa GmbH



- Anzeige -


Es gab eine Zuckerfabrik "Sugarfactory Oriente" auf der Karibik-Insel Puerto Rico, die von 1895 bis 1910 existierte. Nach der Auf-lösung der Fabrik gingen viele Erbstücke in die Hände der nächsten Generationen über und gelten als Antiquität.

Jetzt in der dritten Generation kam die Frage nach der Wertigkeit der Gegenstände auf. Die Originalität der Objekte ist bestätigt; sie sind aus natürlichen Materialien, die heute nicht mehr verwendet werden dürfen (zum Beispiel Elfenbein; hier gilt das "Washingtoner Artenschutzgesetz"). Oder die Gegenstände sind aus Werkstoffen aufgebaut, die durch weniger brennbare, preiswertere oder evtl. haltbarere Substanzen ersetzt wurden. Alter und Echtheit sind ein Kriterium, um diese Gegenstände als Antiquität einzustufen. Für das Alter gilt: mindestens 100 Jahre, seltener wird auch mehr als 50 Jahre genannt.

Natürlicher Werkstoff oder Imitat?

Historische Werkstoffe können ein Kriterium sein, um Antiquitäten als wirklich alt zu bestimmen und als nicht nachgemacht zu identifizieren. Eine Liste von Plastikvarianten aus der Vergangenheit wird im Beitrag wiedergegeben. Es wurde mit Naturmaterialien gearbeitet wie Kautschuk, Leinöl oder Kasein. Aus Cellulose und Salpetersäure wurde Nitroseide hergestellt. Diese Seide wurde auch als Chardonnet-Seide bekannt.

Durch Zusatz von Kampher als Lösungsmittel war es möglich, aus der Nitrocellulose die ersten Thermoplaste (Celluloid) herzustellen. Sie waren nicht so leicht entzündlich und dienten dann für die Produktion zahlreicher Gebrauchsgegenstände oder als Ersatzstoff (Imitat) für die Herstellung von Objekten, die sonst aus Elfenbein, Bernstein, Horn oder Perlmutt gefertigt wurden.

» Artikel lesen




» alle Fachartikel dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: