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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

24.04.2014

Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Ruhr-Universität Bochum Gesundheitsaspekte faserförmiger Nanomaterialien

Dr. Dirk Pallapies, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Ruhr-Universität Bochum


Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Viele industrielle Errungenschaften sind ohne Nanomaterialien nicht denkbar. Sie besitzen Eigenschaften, die mit anderen Materialien nicht vergleichbar sind. Faserförmige Nanopartikel haben dabei eine besondere Bedeutung, sie werden unter anderem zur Verstärkung der Zugfestigkeit von Werkstoffen eingesetzt. Im Tierversuch konnten allerdings auch bei bestimmten biobeständigen faserförmigen Nanomaterialien entzündliche und fibrotische Effekte mit dem Asbest vergleichbarer Potenz beobachtet werden. Die vorliegende Übersicht fasst die Erkenntnisse zu gesundheitlichen Effekten faserförmiger Nanomaterialien zusammen.

Eindeutige und verlässliche Aussagen zu möglichen gesundheitlichen Effekten faserförmiger Nanomaterialien - also solchen mit einem Durchmesser von weniger als 100 Nanometern, aber sehr viel größerer Länge - lassen sich bislang nicht treffen. Prinzipiell muss man davon ausgehen, dass eine Aufnahme durch Einatmen oder Verschlucken möglich ist, während es bislang keine Hinweise dafür gibt, dass eine relevante Aufnahme faserförmiger Nanomaterialien über die Haut erfolgen könnte. Beim Menschen sind bisher in wissenschaftlichen Untersuchungen keine adversen Effekte nachgewiesen worden, was aber auch damit zusammenhängen kann, dass Expositionen nur gegenüber niedrigen Konzentrationen, über kurze Dauer oder / und in vergleichsweise kleinen Beschäftigungskollektiven erfolgten.

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