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Spektroskopische Untersuchungen an molekularen Spinketten

Lutz, Philipp - Universität Stuttgart (2017)


Vier verschiedene Spinketten wurden ausführlich über ESR-Spektroskopie untersucht, um die Art der Anregungen festzustellen. In der Tat fand man für den Bereich mit großen Nullfeldaufspaltungen bei geringen Kopplungsstärken lokale Anregungen und für große Kopplungskonstanten bei geringer Nullfeldaufspaltung kollektive Anregungen. Allerdings sind lediglich für D<>D die Ergebnisse eindeutig; für den Mittelbereich lassen sich die Resultate unterschiedlich interpretieren. Es sei noch einmal betont, dass Spinwellen bzw. Spincluster nur indirekt über ESR-Spektroskopie beobachtet werden können.

Stattdessen findet man lediglich das Modell, das besser geeignet ist, um die Spektren zu beschreiben, und aus der Wahl dieses Modells ergibt sich die Art der Anregung. Dies ändert sich bei INS, bei der man über eine Dispersion sofort eine Spinwelle erkennen kann, was auch in den Untersuchungen dieser Arbeit die Frage eindeutig klären konnte. Der Nachteil ist jedoch, dass INS-Messungen experimentell sehr aufwendig sind, da man sehr große Probenmengen benötigt und Spektrometer nicht überall zur Verfügung stehen. Jedoch sollte es prinzipiell auch möglich sein, über optische Streumethoden Spinwellen zu detektieren, wozu vor kurzem von Röhlsberger ein Messverfahren vorgeschlagen wurde, das allerdings noch nicht praktisch realisiert wurde.


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