21.03.2018

Stimmt's?


Aus der Informationsflut unserer Tage das Wahre und Richtige herauszufiltern ist nicht immer leicht. Selbst renommierte Redaktionen sitzen ab und zu einer sogenannten "Ente" auf, "Fake-News" werden besonders gerne mit populistischen Statements verbreitet und sogar wissenschaftliche Publikationen hin und wieder widerlegt.

Zugegeben - schon immer gab es Falschmeldungen, die überzeugend verbreitet wurden. Das berühmteste Beispiel ist wahrscheinlich der Spinat, der jahrzehntelang als besonders eisenreiches Gemüse galt, sogar noch lange Zeit nachdem der zugrundeliegende Kommafehler entlarvt wurde. Auch die politische Propaganda war und ist zu allen Zeiten sehr geschickt darin, die Wahrheit gegebenenfalls kräftig zu beugen oder gar zu leugnen und Dinge genau so darzustellen, wie es passt, um sich Vorteile und Wählerstimmen zu verschaffen. Aber Gerüchte und Tatsachen verbreiten sich in unserer vernetzten Welt mittlerweile deutlich schneller und großflächiger als noch vor einigen Jahrzehnten. Die schon häufiger zitierten Filterblasen tun ihr Übriges, um Informationen selektiv zu streuen.

Umso wichtiger ist es heutzutage geworden, kritisch mit Nachrichten und Informationen umzugehen.

Wer nichts weiß muss alles glauben.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
wird die österreichische Schriftstellerin zitiert. Damit trifft sie auch heute noch den Nagel auf den Kopf. Nur wer bereit ist, stets "auf dem Laufenden" zu bleiben, sich Allgemeinwissen, Hintergrundinformationen und vielleicht sogar Fachwissen immer wieder neu und aus unterschiedlichen Quellen anzueignen, ist auch in der Lage, Gehörtes und Gelesenes zu analysieren, Halb- und Unwahrheiten zu erkennen und deren weiterer Verbreitung entgegenzutreten.

Immer mehr Medien und Portale mit Sensationsmeldungen buhlen um Auflage und Klickzahlen und Populisten und Fundamentalisten jeglicher Couleur schüren mit ausgesuchten Berichten und Zahlen Ängste, um mehr Einfluss zu erhalten. Meiner Meinung nach ist es daher heutzutage zunehmend wichtiger Fakten parat zu haben, um eben nicht alles glauben zu müssen, was einem weisgemacht werden soll!

» Medien zwischen Individualität und Manipulation

Autor: Anke Fähnrich


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anonym20.04.2018 um 09:18:44

Kleine Berichtigung; Marie von Ebner Eschenbach ist 1916 gestorben, nicht 1960. Oder sollte das eine kleine "Fake News" gewesen sein um die Leser zu testen ...?


Anke Fähnrich20.04.2018 um 09:48:18

Liebe/r Anonym,
vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Lebensdaten von Frau Eschenbach korrigiert. Entgegen Ihrer Annahme handelte es sich nicht um "Fake News", sondern um einen ordinären Tippfehler meinerseits. ... Aber die Idee mit den Test für unsere Leser ist nicht schlecht .... ;o)




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