11.01.2018

Aller Anfang ist schwer!


Nach und nach finden sich die Kollegen nach ihren freien Tagen "zwischen den Jahren" wieder am Arbeitsplatz ein; Neujahrswünsche und Geschichten aus dem Weihnachtsurlaub werden ausgetauscht und dann geht der Arbeitsalltag wieder richtig los.

Je nach Arbeitsbereich hat man haufenweise E-Mails zu sichten und ggfs. zu beantworten, einen großen Stapel im Posteingang auf dem Schreibtisch sowie Rechnungen oder Aufträge abzuarbeiten. - Wo soll man jetzt am besten anfangen?

Nicht nur zu Jahresbeginn oder nach dem Urlaub steht man vor einem Berg zu erledigender Dinge und anstehender Aufgaben, die in ihrem Umfang kaum zu bewältigen zu sein scheinen. Genauso schwer ist es, einen Einstieg in die Bachelor- oder Doktorarbeit zu finden. Oft steht man genervt bis verzweifelt davor, unschlüssig, an welchem Ende man beginnen soll. Leicht verzettelt man sich, läuft Gefahr den Überblick zu verlieren, Prioritäten falsch zu setzen oder Wichtiges zu übersehen.

Der griechische Philosoph Platon hatte schon vor mehr als 2.000 Jahren einen Tipp für solche Situationen parat:

Der Anfang ist der wichtigste Teil der Arbeit
Platon (427 - 347 v. Chr.)
Wichtig ist, dass man nicht in eine "Schockstarre" verfällt und Zeit vergeudet damit zu hadern, dass man so viel zu tun hat und nicht weiß, wo man anfangen soll. Besser ist es, tief Luft zu holen und zu beginnen kleinere Päckchen zu packen: eilig - kann warten - hat sich erledigt oder, bezogen auf die wissenschaftliche Arbeit, Brainstorming und Literaturrecherche - welche Probleme werden in meinem Forschungsgebiet aktuell diskutiert und welche Ergebnisse könnte meine Arbeit dazu liefern?

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, dann zu planen und erst dann mit der anstehenden Arbeit anzufangen. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als würde man Zeit vergeuden, wenn man sich nicht sofort in die Arbeit stürzt - ein gut strukturierter und durchdachter Anfang macht die Bewältigung der weiteren Aufgaben deutlich effektiver, schneller und einfacher.

Aber anfangen muss man dann trotzdem... und ist der (gute) Anfang erst gemacht, löst sich der vorher übermächtig erscheinende Aufgabenberg meist recht schnell in Wohlgefallen auf.

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Autor: Anke Fähnrich


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