27.09.2018

Digitalkompetenz ist die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts


Jeder wird täglich mit Informationen aller Art bombardiert. Das beginnt für viele schon vor oder beim Frühstück mit dem Checken der über Nacht eingegangen Mails, dazu liest man vielleicht die Updates in Sozialen Medien, hört dabei Radio, schaut Fernsehen und/oder unterhält sich mit Partner oder den Kindern.

Über den Tag verteilt geht es dann weiter im Büro mit Mails, Meetings, Kundenterminen etc. Das alles führt dazu, dass wir in der heutigen Zeit fast minütlich irgendwelche Entscheidungen treffen müssen und das Bombardement an Informationen oft auch zu (teilweise unnötigem) Stress führt. Viele können ihr Smartphone gar nicht mehr zur Seite legen, weil ja ständig irgendeine möglicherweise wichtige Information eingeht oder man etwas mitteilen will.

Die Älteren erinnern sich ja noch an ein Leben ohne Smartphone und Internet, aber wenn man so etwas einem 20-jährigen erzählt, wird der wahrscheinlich ungläubig schauen und sich fragen, wie man so überhaupt (über)leben konnte.

Ein so schöner Ausdruck wie "digitales Fasten" war vor 10 Jahren noch weitgehend unbekannt. Auch "Medienkompetenz" und "Digitalkompetenz" sind Schlagwörter, die heute überall diskutiert werden. Digitalkompetenz wird inzwischen nicht von wenigen Experten als die "Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts" bezeichnet, wobei eine Definition gar nicht so einfach ist (in Wikipedia gibt aktuell noch keine!).

Ich würde es als die Fähigkeit bezeichnen, sich sein eigenes Netzwerk an validen Informationsquellen aufzubauen um Unwichtiges, Überflüssiges oder die berühmten "Fake News" möglichst zu erkennen und dem am besten selbst aktiv entgegenzuwirken. Dazu gehört auch, sich von ständiger Informationsberieselung nach Feierabend mal komplett "abzuklemmen" und sich einfach zu besinnen und zu reflektieren. Das fällt vielen Menschen aber zunehmend schwerer, da gerade der ständige Griff zum Smartphone zu einer richtigen Sucht geworden ist.

Das heutige Zitat ist wahrscheinlich um die 150 Jahre alt und stammt von dem britischen Schriftsteller und zweimaligen englischen Premierminister Benjamin Disraeli.

Der Erfolgreichste im Leben ist der, der am besten informiert wird.
Benjamin Disraeli (1804-1881)

Das ist erstaunlich weitsichtig, wenn man bedenkt, dass es damals neben dem persönlichen Gespräch und größeren Gesprächsrunden nur für die gebildete Oberschicht der Bevölkerung Zeitungen oder Bücher als zusätzliche Informationsquellen gab.

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Autor: Dr. Torsten Beyer


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