30.08.2018

Kleine Dinge bewirken oft Großes!


Dem französischen Chemiker Louis Pasteur verdanken wir eine Reihe bahnbrechender Entdeckungen, die die Wissenschaft in seiner Zeit nachhaltig veränderten und in vielen Bereichen entscheidend voranbrachten.

So gilt er als Begründer der Stereochemie durch seine Entdeckung, dass die optischen Aktivität von natürlich vorkommender Weinsäure in ihrer räumlichen Struktur begründet liegt.

Weiterhin erkannte er, dass Mikroben (er nannte sie damals "Spaltpilze") in Verbindung mit der Raumluft für verschiedene Prozesse in Lebensmitteln verantwortlich sind und erklärte damit unter anderem die alkoholische Gärung bzw. die Ursache für verschiedene Infektionskrankheiten.

Als er an einem Gegenmittel forschte, entdeckte er, dass es durch kurzes Erhitzen auf eine Temperatur von ca. 55° Celsius und anschließendes sofortiges Abkühlen möglich ist, die Bakterien abzutöten und gleichzeitig den charakteristischen Geschmack des Weines zu erhalten. Ihm zu Ehren wird dieses Verfahren, das in der Lebensmittelindustrie zur Haltbarmachung von Milchprodukten und Säften eingesetzt wird, heute als "Pasteurisieren" bezeichnet.

Im Rahmen seiner medizinischen Forschungen fand er heraus, dass Versuchstiere Antikörper gegen Krankheiten bilden und diese so überleben können, wenn er sie mit einer abgeschwächten Form der Erreger infiziert. Das war die Grundlage für die von ihm entwickelten Impfstoffe gegen Milzbrand und Tollwut und ein Meilenstein für die gesamte Medizin.

Vor diesem Hintergrund sollte man wahrscheinlich seine Erkenntnis einordnen, für die er zahlreiche wissenschaftliche Belege in seiner langen Forscherlaufbahn geliefert hat:

Die Rolle des unendlich Kleinen in der Natur ist unendlich groß.
Louis Pasteur (1822-1895)

Es lassen sich aber leicht viele andere Beispiele für dieses wunderbare Zitat finden. Man denke nur daran, dass durch die geschickte Kombination und Anordnung von 21 chemischen Elementen (davon 10 nur in Spuren) so etwas Komplexes wie ein Mensch gebildet werden kann. Und jedes Exemplar ist ein Unikat.

Leider führt die Umweltverschmutzung dazu, dass man heute nahezu alle natürlich vorkommenden Elemente - auch viele, die hier nicht gewünscht sind - im menschlichen Körper mit entsprechend empfindlichen Analysenmethoden nachweisen kann...

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Autor: Dr. Torsten Beyer


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