07.12.2017

Wie soll ich das alles bloß schaffen?


Die Kalenderwoche 49 neigt sich dem Ende zu, es sind nur noch zwei Wochen bis Weihnachten. Während Kindern diese Zeit schier unendlich lang vorkommt, wissen die meisten Erwachsenen nicht, wie sie in dieser kurzen Zeit alles Anstehende erledigen sollen: Jahresabschluss, Budgetplanung, Rechnungen stellen und bezahlen, Aufträge noch in diesem Jahr ausstellen bzw. abarbeiten; Geschenke besorgen, Weihnachtsfeiern besuchen, Vorbereitungen für die Feiertage treffen.... Die letzten Tage des Jahres sollten 48 Stunden haben. Die Gefahr, sich zu "verzetteln" ist in dieser Zeit besonders groß. Aber auch den Rest des Jahres treffen wir auf Mitmenschen, die niemals Zeit haben - nicht selten gehören wir selbst auch zu dieser Gruppe. Passend dazu wird der französische Schriftsteller Jean de la Bruyère zitiert:

Wer den schlechtesten Gebrauch von seiner Zeit macht, jammert am meisten, dass sie so knapp ist.
Jean de la Bruyère (1645 - 1696)

Wenn Sie als Leser jetzt ärgerlich die Stirn runzeln, weil Sie ja schließlich wirklich wahnsinnig viel zu tun haben, geht es Ihnen wie mir, als ich über dieses Zitat gestolpert bin. Aber dazu sind Aphorismen ja gedacht: man soll über eine Sache schmunzeln oder eben zum Nachdenken angeregt werden.

Es ist häufig tatsächlich so, dass man - überhäuft mit anstehenden Aufgaben - zunächst gar nicht weiß, wo einem der Kopf steht und womit man anfangen soll. Nun kann ich die vorhandene Zeit sinnvoll mit dem Erstellen einer Prioritäten- oder To-do-Liste verbringen, einfach die Ärmel hochkrempeln und anfangen oder mich zunächst ausgiebig bei meinen genauso gestressten Mittmenschen darüber beschweren, dass ich gar nicht weiß, wie ich das alles schaffen soll.

Manchmal ist es dann einfach so, dass die Zeit zu knapp ist und nicht alles rechtzeitig erledigt werden kann. Wenn ich aber meine Zeit effektiv genutzt habe, habe ich deutlich mehr geschafft, als wenn ich bereits im Vorfeld damit beschäftigt bin, mich zu rechtfertigen, warum sowieso nicht alles fertig werden wird. So gesehen, machen wir uns jetzt gleich motiviert und ohne zu jammern an unsere Aufgaben und halten es mit Leonardo da Vinci, der sein Zeitmanagement wie folgt beschreibt:

Die Zeit verlängert sich für alle, die sie zu nutzen verstehen.
Leonardo da Vinci (1452 - 1519)

» Zeit sinnvoll Nutzen

Autor: Anke Fähnrich


» Kommentieren


Abonnieren:

Empfehlen: