28.09.2017

Augen auf bei der Berufswahl!


Wenn man sich vor Augen führt, dass die meisten Menschen mehr Zeit an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz als mit dem Partner oder in den eigenen vier Wänden verbringen, dann ist das folgende Zitat sicher zutreffend:

Ein verfehlter Beruf verfolgt uns durch das ganze Leben.
Honoré de Balzac (1799 - 1850)

Es stammt aus einer Zeit, in der Begriffe wie Burnout genauso unbekannt waren wie Arbeitsschutz, Gewerkschaften, 40-Stunden-Woche, Rente und vieles mehr. Arbeiten damals im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährlich, weil viele Gefahren noch gar nicht bekannt waren. Die Menschen zu dieser Zeit hatten im Schnitt auch nur eine Lebenserwartung von etwa 35 Jahren.

Heute hat sich die Lebenserwartung mehr als verdoppelt und die Arbeitsbedingungen sind in vielen Regionen der Welt inzwischen deutlich besser, auch wenn man in manchen aktuellen Diskussionen das Gegenteil vermuten könnte.

Trotzdem gibt es oft eine latente Unzufriedenheit mit dem eigenen Job, die vielleicht auch in einer falschen Berufswahl begründet sein kann. Viele Menschen scheuen aus Bequemlichkeit oder mangels Alternativen einen Wechsel, was im schlimmsten Fall zu gesundheitlichen Problemen oder der berühmten "inneren Kündigung" führt.

Aus eigener Erfahrung würde ich jedem raten, sich möglichst frühzeitig neu zu orientieren, sobald man merkt, dass man mit dem aktuellen Job oder sogar der Berufswahl daneben liegt. Auch wenn das vielleicht eine zusätzliche Ausbildung, Umschulung oder einen Karriereknick mit sich bringt. Das ist allemal das kleinere Übel, als weiterhin jahrelang mit Bauchschmerzen zur Arbeit zu gehen. Denn je älter man ist, desto schwerer wird dieser Schritt.

» mehr über Honoré de Balzac

Autor: Dr. Torsten Beyer


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