14.09.2017

Wollen wir wirklich diese Art der "Luftreinigung"?


Das nachfolgende, zugegeben etwas zynische Zitat des Schriftstellers und Aphoristikers Arthur Feldmann stammt aus einem Buch aus dem Jahr 1993 [1]. Aber als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hatte es für mich allerdings direkt einen aktuellen Bezug: die Diskussion um Manipulationen bei Autoabgasen und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Vielleicht geht es Ihnen jetzt genauso?

Die Luft wird jetzt dadurch gereinigt, dass wir sie einatmen und die schädlichen Stoffe mit unserem Körper chemische Verbindungen eingehen.
Arthur Feldmann (1926-2012)

Eigentlich ist jedem rational denkenden Mensch klar, dass sich an der aktuellen Situation in Sachen Smog und Feinstaub vor allem in den Großstädten etwas ändern muss, aber das ist ja nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Denn wir können die Diskussion auch auf andere Aggregatzustände erweitern: Stichwort Mikroplastik in der Nahrungskette.

Nur gibt es hier unendlich viele (nicht nur, aber auch wirtschaftliche) Interessen zu berücksichtigen, die persönliche Bequemlichkeit spielt bei der Mobilität eine große Rolle und eine wirklich praktikable Lösung, mit der alle zufrieden sind, ist nicht in Sicht.

Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall froh, nicht in einer Großstadt zu leben, auch wenn man dafür auf manche kulturellen oder kulinarischen Vorteile verzichten muss...

» [1] Kurznachrichten aus der Mördergrube: Oder die große Modeschau der nackten Könige (1993)

» mehr über Arthur Feldmann

Autor: Dr. Torsten Beyer


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