07.09.2017

Was ist Chemie?


Zur genauen Herkunft des Wortes "Chemie" gibt es verschiedene Theorien. Aus dem altgriechischen abgeleitet bedeutet es die "Kunst der Metallgießerei" im Sinne einer "Umwandlung". Vielleicht ist es auch nur eine Vereinfachung des Wortes "Alchimie", was mit "Kunst des Goldherstellens" übersetzt werden kann.

Ich habe in meinem Studium gelernt, dass die Chemie die "Lehre von den Stoffen und Stoffänderungen" und die Physik im Gegensatz dazu die "Lehre von den Zuständen und Zustandsänderungen" ist. Die Grenzen sind heute natürlich fließend sind, man denke nur an die spektroskopischen Verfahren.

Die Wikipedia definiert die Chemie etwas ausführlicher als "eine Naturwissenschaft, die sich mit dem Aufbau, den Eigenschaften und der Umwandlung von Stoffen beschäftigt". Daneben gibt es noch einige flapsige Definitionen wie "Chemie ist das, was stinkt und kracht" oder "Die Chemie ist der schmutzige Teil der Physik", die man als Chemiker natürlich weniger gerne hört. Auch der Spruch "Da ist Chemie drin" oder "Das schmeckt nach Chemie" für alle künstlichen und von der breiten Bevölkerungsmehrheit als schädlich, ungesund oder qualitativ schlecht empfundenen Zusätze geht natürlich oft an der Realität vorbei. Dann ist mir schon lieber die Metapher "Die Chemie zwischen uns stimmt" für die positive Charakterisierung einer zwischenmenschlichen Beziehung.

Eine wie ich finde sehr schöne, positive und praxisbezogene Definition hat der den älteren Lesern sicher noch gut bekannte Komiker Jürgen von Manger alias Adolf Tegtmeier geprägt:

Chemie ist Natur zu herabgesetzten Preisen.
Jürgen von Manger (1923-1994)

» Wikipedia: Chemie

» mehr über Jürgen von Manger

Autor: Dr. Torsten Beyer


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