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14.01.2016

DFG-Projekt zur Umsetzung von Open-Access-Rechten in Allianz- und Nationallizenzen


Die "Open Access Transformation" in Deutschland voranzutreiben ist das Ziel einer gleichnamigen Förderlinie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Eines der im Juli 2015 bewilligten Projekte dieser Förderlinie ist "DeepGreen".

Das Projekt DeepGreen will wissenschaftliche Veröffentlichungen, die lizenzrechtlich nach Embargofristen frei zugänglich gemacht werden dürfen, in den Open Access überführen. Hierbei zielt das Projekt speziell auf die DFG-geförderten überregional verhandelten Lizenzen ab, die sog. Allianz-Lizenzen, welche spezielle Open-Access-Regelungen enthalten. Die Erfahrung der seit 2011 getätigten Allianz-Abschlüsse zeigt jedoch, dass der Kreis berechtigter Autoren (oder ihre institutionellen Vertreter) bislang kaum Gebrauch von den vereinbarten Open-Access-Rechten macht.

DeepGreen will in einer zweijährigen Projektphase die vereinbarten Open-Access-Konditionen auf technischer Ebene komfortabel ausgestalten und wenn möglich automatisieren, so dass nicht mehr Autoren oder die hierzu berechtigten Bibliotheken die Publikationen manuell in Open-Access-Repositorien einpflegen müssen, sondern die Verlage selbst zyklisch über definierte Schnittstellen abliefern.

Dazu bauen die Projektpartner (Universitätsbibliothek der FAU, Universitätsbibliothek der TU Berlin, das Helmholtz Open Science Koordinationsbüro am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, die Bayerische Staatsbibliothek sowie die Verbünde Bibliotheksverbund Bayern und Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg) eine technische Plattform als Datendrehscheibe auf: Teil-nehmende Verlage speisen ihre Publikationen und Metadaten über Schnittstellen ein, anschließend werden berechtigte institutionelle oder fachliche Open-Access-Repositorien mit den Daten bedient. Als Pilotpartner konnten die Verlage Karger und SAGE gewonnen werden.

Das Projekt startet offiziell am 1. Januar 2016. Die Koordination des Projektes liegt beim Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg.

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Quelle: Universität Erlangen-Nürnberg




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