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29.09.2003

Otto-Bayer-Preis für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der NMR-Spektroskopie vergeben


Ein Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie erhält in diesem Jahr den renommierten Otto-Bayer-Preis, den die gleichnamige Stiftung für herausragende Forschungsarbeiten nun schon zum 16. Mal vergibt. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wird dem Wissenschaftler für Organische Chemie, Prof. Dr. Christian Griesinger, verliehen. Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning und Dr. Udo Oels, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, überreichten den Preis im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums am Freitag, 19. September 2003, in Leverkusen.

"Im Zeitalter der Globalisierung ist die Forschung nach neuen Produkten und damit die überlebenswichtige Innovation von ganz herausragender Bedeutung", sagte Wenning. "Wenn Deutschland seine zukünftige Leistungsfähigkeit nicht aufs Spiel setzen möchte, muss weiterhin intensiv in Wissenschaft und Forschung investiert werden. Deshalb haben wir bei Bayer unseren Forschungsetat auch in diesem gesamtwirtschaftlich schwierigen Jahr erhöht und werden rund 2,6 Milliarden Euro aufwenden." Die Ergebnisse externer Arbeiten, insbesondere der Grundlagen-forschung, leisteten laut Wenning unverzichtbare Beiträge: "Sie gehören für uns in der Industrie zum Fundament, das wir als Voraussetzung und zur Ergänzung für unsere Arbeit ganz dringend brauchen."

Der 43-jährige Professor Griesinger erhielt den Preis in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Kernresonanzspektroskopie. "Mit der von ihm entwickelten Methode können sehr komplexe Proteinstrukturen bestimmt werden. Hierdurch lassen sich wichtige Erkenntnisse zur Funktion von Enzymen und wesentliche Beiträge zum Verständnis des biologischen Geschehens in Zellen gewinnen", erläuterte Dr. Udo Oels in seiner Laudatio. Insbesondere können Struktur und Dynamik von Proteinen und Ribonukleinsäuren (RNA) zuverlässiger beschrieben werden als mit anderen Methoden. Da, vereinfacht dargestellt, die RNA die Proteinbildung steuert und fehlgebildete Proteine Angriffspunkte (Targets) für Arzneimittel bilden, verbessern Griesingers Forschungen grundsätzlich die Chancen, mögliche Ansatzpunkte für neue Medikamente, sogenannte Targets, zu identifizieren.

Quelle: Bayer AG




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