22.07.2003
Mobiler Miniatur-Gassensor
Pulickel Ajayan und sein Team vom Rensselaer Polytechnic Institute präsentieren einen neuartigen Miniatur-Gassensor, der auf Ionisationsvorgängen beruht. Dazu verwenden die Physiker als Kathode einen dünnen Film, der aus Milliarden von definiert angeordneten Nanoröhrchen aufgebaut ist. Als Anodenmaterial kommt konventionelle Aluminiumfolie zum Einsatz. Durch die hohen Feldstärken, die an den Spitzen der Nanotubes entstehen, ist die zur Ionisation der Gasmoleküle notwendige Spannung um bis zu 65 Prozent niedriger als in herkömmlichen Sensoren. Die entstehenden Entladungsströme erweisen sich als sehr hoch, wodurch eine hohe Empfindlichkeit auf die nachzuweisenden Gasmoleküle entsteht. Neben einer ausgezeichneten Selektivität führen die Forscher die Unempfindlichkeit gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitseinflüsse als weitere Vorteile an. Die weiteren Arbeiten sollen dazu führen, dass die Technologie auch zum Nachweis von Biomolekülen wie Proteine, Antikörper und DNA genutzt werden kann.
Nature 424 171 (2003)
Quelle: IVAM Fachverband für Mikrotechnik
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