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Thema: Re: Fettsäurebeastimmung mittels GC-MS

Autor(in): Andreas Nern am 09. Juli 2009 um 07:38:26

Antwort auf: Fettsäurebeastimmung mittels GC-MS eingetragen von D. Grueninger am 01. Juli 2009 um 08:52:53

Hallo,

ich denke für die Fettsäurebestimmung ist die GC aufgrund ihrer hohen Trennleistung die Methode der Wahl. Fettsäuremethylester (FAME) lassen sich auch gut mit GC/MS im EI-Modus bestimmen. Wir bestimmen omega6-FAME mit einer VF-23ms (Varian). Mit einer 40m Säule bei einem ID = 0.15 mm erreicht man eine sehr gute Auftrennung bei einer moderaten Analysenzeit. Nach ca. 25 min sind sämtliche FAME durch, dazu kommt noch eine Ausheizzeit von ca. 8 min für Cholesterol. Omega6-FAME quantifizieren wir im SIM-Modus im Allgemeinen über die Molpeaks (geringe Intensität, dafür aber hoch spezifisch). Im Scan-Modus lassen sich die FAME (zusätzlich zur Retentionszeit) gut identifizieren. Gesättigte bzw. einfach ungesättigte Fettsäuren haben wir bisher nicht mit ausgewertet. FAME-C16:0/C18:0/C18:1/C18:2 zeigen ein leichtes Fronting in den Peaks - die Linearität am Detektor müsste also überprüft werden. Trotzdem sollte möglich es sein, alle Fettsäuren im Plasma in einem Lauf zu bestimmen (ev. Splitverhältnis variieren oder bei der Säulenwahl auf etwas größeren ID bzw. dickeren Trennfilm zurückgreifen).

Vielleicht noch ein Hinweis: Wird bei der Chloroform/Methanol-Extraktion der Fettsäuren aus dem Plasma in Kunststoffgefäßen gearbeitet, werden gesättigte Fettsäuren (C16/C18) aus den Gefäßen mit herausgelöst, also Vorsicht, wenn es um das komplette Fettsäureprofil geht.

Viele Grüße
Andreas




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