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Thema: Re: Re: Was ist bei der Beschaffung von Laborsspülmaschinen zu beachten

Autor(in): Schöller Laborplanung / Manfred Schöller Servicetechniker am 03. Juli 2009 um 09:48:11

Antwort auf: Re: Was ist bei der Beschaffung von Laborsspülmaschinen zu beachten eingetragen von Roy Schneider am 12. Februar 2009 um 09:06:16

Sehr geehrter Herr Schneider,

auch ich habe Ihren Artikel gelesen, jedoch konnte mich Ihre Ausführung in nur sehr wenigen Punkten überzeugen. Sicherlich ist Ihnen unser Unternehmen nicht ganz unbekannt, - da ja auch wir verschiedene Laborspülmaschinen Ihres Hauses vertrieben haben.

Bei der Waschpumpenleistung muss ich Ihnen deutlich widersprechen!!
Bedingt dadurch, dass wir verschiedenste Fabrikate im Einsatz haben, ist die Waschpumpenleistung das Maß aller Dinge! Sicherlich sollten Sie als Mitarbeiter der Firma Miele wissen, dass Ihre Spülmaschinen im Technikbereich gar nicht verrohrt sind,- sondern die Verbindungen von Stutzen zu Stutzen mit Schläuchen "in Milchschlauchqualität" verschlaucht sind. Die Korbandockung Ihrer Laborspülmaschinen sind ebenfalls nicht leckagenfrei und die "Kläppchen", welche sich bei der Andockung nach innen drücken, verengen den Querschnitt und beeinflussen dadurch den Fluss der Medien. Aus eigener Erfahrung habe ich festgestellt, dass die Mechanik sehr störanfällig ist. Und zum Thema Anzahl der Injektoren und Düsen haben wir festgestellt, dass Ihr modulares System bei der Verwendung von zwei Etagen und 2 Kupplungen das Wasser nur noch ein wenig "herauspinkelt" von spritzen kann da gar nicht mehr die Rede sein.

Zum Punkt, Überwachung der Rotationsarme teile ich Ihre Meinung

Zum Thema H2O2, ärgere ich mich jedesmal darüber, dass man soviel Umweltgift dem Waschprozess zusetzen muss!! Wenn es nach mir ginge gehört Wasserstoffperoxid aus dem Bereich Abreinigung schon längst verboten. Bei Waschversuchen z.B. mit einer Maschine des Herstellers RIEBESAN konnten wir gute Reinigungsergebnisse bei gleichem Waschgut feststellen. Zudem hat H2O2 den großen Nachteil, dass die Oberflächenbeschichtung der Instrumente sehr stark angegriffen und abgelöst werden. Als Bediener einer solchen Maschine würde ich mich weigern, das verdampfte Wasserstoffperoxid den ganzen Tag einzuatmen.

Resume: Wir können als Service Gesellschaft ganz klar und nachweisbar bestätigen, dass ein hoher Pumpendruck Reinigungsmittel einspart, kürzere Chargenzeiten erreicht werden und durch mehr mechanischer Energie, auf Umweltgifte als Reinigungsmittel verzichtet werden kann.

Auch zum Bedienfeld habe ich eine andere Meinung, einen Folientastatur ist ebenfalls auf der Oberfläche glatt und lässt sich bestens abwischen. Ob Kurzhubtasten störanfällig sind, kann ich auch nicht bestätigen, - da wir noch nie ein Bedienmodul deshalb austauschen mussten. Jedoch bei kleinen Touchscreens, neigen die Bediener dazu, die Symbole auf dem Display mit Kugelschreibern oder ähnlichen Werkzeugen zu malträtieren.




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