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Thema: Re: Bestimmung des unvernetzten Anteils von Ethyl-Vinyl-Acetat

Autor(in): Dr. Uwe Holzdörfer am 12. Dezember 2008 um 14:23:54

Antwort auf: Bestimmung des unvernetzten Anteils von Ethyl-Vinyl-Acetat eingetragen von Helmut Siegel am 12. Dezember 2008 um 12:06:10

Meinen Sie einen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer? Vernetzt aber ohne funktionelle Gruppen nicht. Technische Produkte haben meist N-Methylolacrrylamid oder einen entsprechenden Alkoxyether des N-Methylolacrylamids einpolymerisiert.
Sie könnten über Löslichkeiten und Quellversuche mit einem "idealen" Lösungsmittel unvernetzte oder schwachvernetzte Anteile herauslösen. Problem ist das langkettige unvernetzte Anteile im Netzwerk eingeschlossen bleiben könnten. Was heisst unvernetzt? Wenn in einem Makromolekül mit M = 1 Mio. g/mol 1000 Vernetzergruppen enthalten sind, und 20 vernetzt sind, ist das auch gut. Evtl. könnten Sie den Restanteil von Vernetzergruppen bestimmen und so etwas über den Aushärtungsgrad ermitteln. Wenn Sie etwas über die Vernetzungsbedingungen und Netzwerkdichte erfahren möchten, hilft auch hier quellen in einem Lösungsmittel und gravimetrisch die Zunahme in Abhängigkeit der Zeit bestimmen.

Mit lieben Grüssen
Dr. Uwe Holzdörfer




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