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Thema: Re: TOC im Filterkies einer Trinkwasseraufbereitung

Autor(in): Markus am 06. Juni 2008 um 12:47:07

Antwort auf: TOC im Filterkies einer Trinkwasseraufbereitung eingetragen von Simone Ripperger am 05. Juni 2008 um 14:07:58

Hallo Simone,

wenn ich mal davon ausgehen kann das dein Messgerät ordentlich arbeitet, d.h. kalibrierter / validierter Arbeitsbereich und Kontrollstandards (Referenzmaterial) passen, so kann ich dir sagen das in Abhängigkeit von der Norm, die du anwendest (für Böden oder Abfälle), es nur daran liegen kann, dass die Probenvorbereitung (Zerkleinerung / Homogeniesierung) bzw. das Austreiben der Karbonate mit Säure nicht ausreichend erfolgt.

Die Analysenprobe sollte für beide TOC-Normen möglichst fein aufgemahlen sein (< 250 µm). Dann muss darauf geachtet werden das mit der Säurezugabe kein Probenmaterial durch unkontrolliertes Aufschäumen verloren geht. Besser ist es (spez. bei kalkhaltigen Proben) vorher das Probenmaterial mit deion. Wasser anzuschlämmen. Stelle außerdem auch sicher, dass die gesamte Probe von der Säure durchdrungen wird (Probe flach und locker bei der Einwaage im Tiegel verteilen). Es darf zu keinen Einschlüsse kommen (Überbefunde).
Bei der Bodennorm kannst du zur Sicherheit (nachdem die Probe angetrocknet ist - besser Aufnahme) noch konz. HCl draufgeben. Bei der Abfallnorm wird es da schon etwas schwieriger da diese die Kontrollprobe killt (Minderbefund).

Hoffe das hilft dir was

Grüße Markus




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