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Thema: Re: Farbe an der Wand untersuchen, welche Methoden?

Autor(in): Christian Dauwe am 07. März 2008 um 14:28:48

Antwort auf: Farbe an der Wand untersuchen, welche Methoden? eingetragen von Laura am 06. März 2008 um 13:57:24

Eine sehr komplexe Frage - gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe aus Farbe in Räumen.

Wichig ist das Alter der Farben - neue Farben die über Deutsche Händler in Verkehr gebracht werden sind sicherich entsprechend der heutigen Gesetzte umfassend bezüglich gesundheitsgefährdender Inhaltsstoffe geprüft worden.
Bei historischen Farben kann dies anders aussehen.

Zunächst einmal ist die Frage - geht es um Farbe in Steinen/Keramiken oder um Farbe aus Tapeten oder geht es um einen farbigen Bodenbelag nicht keramischen Ursprungs.

Steine/Keramiken: interessant (je nach Alter, Farbe, Herkunft) - Radioaktivitästest.

Tapeten:
Neue Farben - eher unbedenklich (aber Schimmel kann ein Thema sein), historische und alte Farben: Schwermetalluntersuchung (z. B. ICP-MS/OES), organische Ausdünstungen mit GC-MS der Raumluft (insbesondere falls die alte Farbe riecht).
Ausdünstungen aus älteren holzbasierenden verpressten Decken- oder Bodenbelägen: Phenole, Formaldehyd, vielleicht Konservierungsstoffe - polychlorierte Verbindungen und Aromaten - Nachweis hier auch mit GC-MS (auch diese Belastung würde man beim Betreten der Räume riechen). Bei Tapeten in Kinderzimmern stellt sich natürlich die Frage nach Stoffen die mit Speichel extrahierbar sind.

Bei einer aktuellen Fragestellung bezüglich gesundheitsgefährdender Stoffe in Wänden ist es am besten diese Aspekte mit einem hierauf spezialisierten Prüflabor zu besprechen.

Bei weiteren Fragen - einfach melden.
Dr. Christian Dauwe, Ziegelweg 4, 16515 Oranienburg, OT Germendorf, Tel.: 03301/208648



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