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Thema: Re: Gülleanalyse

Autor(in): Dr. Harald Scheich am 06. Februar 2007 um 13:32:59

Antwort auf: Gülleanalyse eingetragen von Christoph am 25. Januar 2007 um 09:30:57

Hallo Chrístoph,

vom Prinzip her ist die Bestimmung des Trockensubstratgehalts von Gülle schon richtig. Es handelt sich hierbei um die Messung der Trockenmasse, so wie wir das in unserem Labor machen. Hierzu benötigt man eine Probe, etwa 5-10 g, der gut vermischten Gülle. Zuvor ein Gefäß (flache Schale o. ä.) ca. 30 min. bei 105 °C trocknen und in einem Exsiccator abkühlen lassen. Danach Leermasse des Gefäßes bestimmen (normal auf 1 mg genau), Gülle einfüllen und erneut wiegen. Anschließend 1 h trocknen, im Exsiccator abkühlen lassen und Gefäß mit Rückstand wiegen. Den Prozess 2x wiederholen und auswiegen. Die Massen sollten sich um nicht mehr als 2 mg unterscheiden. Das Ergebnis wird in % berechnet.
Für die Viskosität von Gülle kenne ich keine explizite Methode. Ich nehme mal an, dass es hier um die Zähigkeit beim Rühren des Fermenterinhalts geht, weswegen dieser Parameter interessant ist.
Einzige Möglichkeit, die ich passend fände: es gibt mittlerweile (z.B. von IKA, glaube ich) Rührer, deren Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Viskosität geregelt wird. Somit ist umgekehrt auch die Viskosität eines Mediums aus der Drehzahl und der aufzuwendenden Kraft irgendwie zu berechnen. Aus diesem Grund würde ich die Viskosität auf diese Weise bestimmen, da die vorhandenen Feststoffe in der Gülle eine Messung über sog. Ubbelohde-Viskosimeter nicht erlauben.

Gruß

Harald




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