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Thema: Re: Säure-Bildung mit Salzen (Eisen(III)Chlorid)

Autor(in): Rudolf Hopf am 22. Oktober 2004 um 07:32:50

Antwort auf: Säure-Bildung mit Salzen (Eisen(III)Chlorid) eingetragen von P. Bovenschen am 11. Oktober 2004 um 23:50:26

Der niedrige pH-Wert von FeCl3 bzw. AlCl3-Lösungen hängt nicht mit mit der Hydrathülle zusammen sondern ist eine Folge der Hydrolyse. Wenn man sich z. B. FeCl3 als Salz der (eher hypothetischen) Base Fe(OH)3 und Salzsäure vorstellt, wird vermutlich klar das die entstehnde Lösung trotz äquivalenter Mischungsverhältnisse sauer reagieren wird. Eisen(III)hydroxid ist einfach sehr, sehr schwach dissoziiert, ganz im Gegenteil zur Salzsäure. Dissoziiert die Base in einem höheren Ausmaß so wird sich demnach auch der pH-Wert der Salzlösung dem Neutralpunkt annähern. Umgekehrt gibt es auch Salze die in der wäßrigen Lösung alkalisch reagieren, wie z. B. Natriumacetat (Salz der stark dissozierten Natronlauge und der schwach dissoziierten Essigsäure). Jedenfalls hat Hydrolyse nichts oder zumindest nicht unmitelbar mit der Wertigkeit der betreffenden Ionen zu tun.
Ich hoffe diese vereinfachte Vorstellung hilft den Sachverhalt besser zu verstehen.



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