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Thema: Säure-Bildung mit Salzen (Eisen(III)Chlorid)

Autor(in): P. Bovenschen am 11. Oktober 2004 um 23:50:26

Hallo!

Wir untersuchen im Chemie-LK momentan Säure-Base-Reaktionen. Gegen den Erwartungen reagierte Eisen(III)Chlorid (+6*H2O) + H2O ätzend, da das Eisen(III)Chlorid an sich keine H+-Ionen aufweißt. Betrachtet man die Formel genauer, nämlich das "Hydrat-Anhängsel" +6*H2O, so sieht man, dass das Salz doch ein Proton abspalten kann, da sich H2O-Moleküle um das Eisen-Atom wie eine Hülle befinden. Begünstigt durch die positive Ladung dieses "Kerns" (nämlich das Eisen) spaltet ein oder mehrere H2Os der Hülle Protonen zum umgebenen H2O ab.

Dasselbe gilt für Alluminiumchlorid.

Nun meine Frage: Wieso bilden nicht alle 3-Protonigen Salze in Wasser gelöst Salze (Ich glaube, mit einem Lanthan-Salz ging es ebenfalls nicht). Und wieso geht dasselbe nicht mit 2-Protonigen Salzen, wie z.B. Eisen(II)Chlorid? Womit hängt das alles zusammen?
Eine Idee wäre die Atomgröße des "Kerns" (in meinem Beispiel das Eisen). Alluminium und Eisen sind relativ klein, im Gegensatz zum Lanthan.


Ich hoffe, ich konnte meine Frage irgendwie klar schildern :)

Schönen Abend noch,
P. Bovenschen



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