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Thema: SDS PAGE: Warum klappt der Ausgleich bei geringerer Spannung ?

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Autor(in): anonym am 08.07.2016 um 12:20:52

Sehr geehrte Forum-Mitglieder,

für ein kleines Kurzprojekt habe ich Süß-Molke umgepuffert, die Lösung konzentriert, danach mittels Chromatographie und Bradford meine Lösung weiter untersucht. Letztendlich wurde zum Schluss eine qualitative Untersuchung mittels SDS PAGE durchgeführt.

Und hier meine Frage dazu:
Mein Gel ist während der Durchführung der Elektrophorese anscheinend trocken gelaufen und zwar mittig, sodass der Verlauf der Bromphenolblau Bande, nach dem ersten Kontrollgang, wie ein "großer Hügel" aussah. Die seitlichen Teile der Bande sind weiter gelaufen als der mittlere Teil.Zu der Zeit hatte eine Spannung von 200V angelegt.

Mir wurde der Tipp gegeben das ich die Elektrophorese nun bei 20 -30 V weiterlaufen lassen sollte ( selbstverständlich war darauf zu achten das das Gel nicht weiter trocken läuft).

Man konnte am Ende deutlich erkennen das sich eine Besserung ergab, also der "große Hügel" glich sich weiter der seitlichen Teile der Bande an, die zuvor weitergelaufen waren, sodass am Ende ein nur noch ein "kleiner Hügel" übrig blieb.

Zwar ist die Tatsache das ganz toll, allerdings fehlt mir die Erklärung für dieses Phänomen. Mit dem ansetzen der Spannung ob groß(200 V) oder klein (20 V) sollte sich ein homogenes elektrisches Feld bilden in dem Teilchen durch das Gel gezogen werden. Jedoch konnte man erkennen das die betroffenen Teilchen, die zuvor im trocken gelaufen Bereich lagen, durch die kleinere Spannung eine größere Beschleunigung erfuhren, denn ohne diese hätten sie sich doch nicht angleichen können.

Könnt Ihr mir einen Denkanstoß geben ?

Danke im Voraus

D.K.

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