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Thema: Re: Gaschromatographie

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Autor(in): anonym am 22.12.2015 um 18:17:05

Antwort auf: Gaschromatographie eingetragen von anonym am 15.12.2015 um 22:47:06

Hallo,

A) Ich denke mal mit früh eluierenden Peaks sind Peaks gemeint die eh schon "nahe" der Totzeit eluieren - also schon bei niedrigen Temperaturen?!
Wenn das beobachtet wird gehe ich davon aus der der GC (Injektor) im Konstant-Druck-Modus (const. Pressure Mode) betrieben wird. Das bedeutet das die Viskosität des Trägergas zunimmt, damit der Durchfluss abnimmt - die mittlere Lineargeschwindigkeit (linear Velocity) innerhalb der Säule sinkt. Die "früh" eluierenden Substanzen werden ja eh nicht mehr bis kaum von der stationären Phase zurückgehalten, können aber auch nicht schneller laufen wie das Trägergas ;-)

Bei den Hochsiedern/hochpolaren Eluenten (Peaks) ist das aber anders. Bei niedrigen Temperaturen werden sie sehr stark in von der stationären Phase zurückgehalten. Das Trägergas läuft aber um ein vielfaches bis einige Größenordnungen schneller. Bei Temperaturerhöhung werden die anfangs "späten" aber nun kaum zurückgehalten sprich sie können nun zusehends die Geschwindigkeit des Trägergases annehmen.

B) Die Methanfrage: Weil von den allermeisten stationären Phasen Methan nicht zurückgehalten wird. Sprich es wandert genauso ungehindert wie das Trägergas - ist also genauso schnell.

Ausnahmen von dieser Regel gibt es auf einigen festen Phasen wie Molekularsiebe (5A) oder Haysep (D, N, Q, R ...), Carbospehere .....
Vor dem Methan eluieren z.B. (mit versch. Retentionszeiten) Luftgase wie Ar, O2, N2. Wollte man auf solchen Phasen die Totzeit bestimmen muss man, je nach Trägergas, H2, Ne oder He einsetzen.

Methan auch deshalb weil die meistverwendeten Detektoren FID und WLD sind und somit von beiden detektiert wird. Bei einem WLD empfiehlt sich aber eben He, H2, Ne - je nach Trägergas.

Ich hoffe das hilft

Bodo M.

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