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Thema: Re: Methodenentwicklung mit Software

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Autor(in): anonym am 19.10.2012 um 09:16:54

Antwort auf: Methodenentwicklung mit Software eingetragen von anonym am 10.10.2012 um 13:58:04

Ich kenne beide Softwares aus Praxis und Theorie.
ChromSword bot ich in meinem Labor für die Abteilung an und führte auch entsprechende Schulungen durch. Drylab war für alle zugänglich und auch hier bot ich Schulungen an.

Chromsword
ChromSword ist eine Software die quasi am HPLC angegliedert ist und vielfältige Methodenentwicklung vom ersten Screening, der Optimierung-online oder offline sowie der Robustness ermöglicht. ChromSword ist dabei der Kopf der Methodenentwicklung und steuert die Chemstation bspw. sowie dessen LC-Gerät.
http://www.chromsword.de/
https://de.vwr-cmd.com/bin/public/idoccdownload/10029783/chromsword_autosoftware_de.pdf
Eine runde Sache und sehr leicht zu erlernen. Allerdings sind Professionelle Kenntnisse der HPLC unabdingbar ansonsten man nicht versteht was da alles gemacht wird von Chromsword.
Ich bekam es an einem praktischen Beispiel vorgeführt von einem Kollegen damals und konnte danach selber ein Screening durchführen. Dies weil ich schon chromatographisch große Erfahrung hatte.

DryLab
DryLab ist eine Software die keine Screenings macht und man die Optimierung professionell angehen kann.

Viele Modes sind verfügbar wie der LcGradTemp. Hier hat man einen Methode möchte sie aber noch Testen in Bezug dieser zwei Faktoren. 4 Eingaberuns sind hier nötig, die am Gerät zu tätigen sind. Nach Eingabe oder digitalem Transport vom bspw. Chromeleon ins DryLab kann leicht ersehen werden wo man robuste Plateaus hat sprich bei kleinen Änderungen dieser zwei Faktoren immer noch die nötige Auflösung erhält. Danach kann man einen multifaktorielle Analyse in demselben Programm simulieren um zu sehen wie die LC-Methode sich hier verhält.
Das DryLab 4.0, die neueste Version hat alles auf einem Blick und auch 3 Faktoren Analysen mit Erstellung sogenannter Cubes sind möglich. Hierbei eine Publikation von mir zusammen mit dem Molnar Institute, dem Anbieter dieser Software.
Auch diese Software eigentlich simpel aber auch hier sind professionelle Kenntnisse der HPLC in Theorie und Praxis nötig.

Man spart enorm Zeit und hat, wenn richtig angewendet, robuste Methoden.

Es sind Überlegungen anzustellen wie viel Methodenentwicklung im Labor/Team/Abteilung pro Jahr anstehen würden sowie wie der Staff ausgebildet bereitsteht oder Ausbildung noch vonöten ist . Dies damit die Software auch nützt im HPLC Business aber auch im betriebswirtschaftlichen Sinn. Cluster in Personen und Softwares bieten sich an um an die nötige Anzahl Methodenentwicklungen zu kommen aber auch den Staff die Möglichkeit zu bieten mind 6 Methodenentwicklungen/jahr tätigen zu können.
http://digital.findanalytichem.com/nxtbooks/advanstaruk/thecolumn060812_v2/#/1
http://www.molnar-institut.com/HP/index.php

Wenn auf der Seite aufgeschaltet schlage ich vor diesen Link anzusehen. Anlässlich der Applica2012 hielt ich einen Vortrag zu diesem Thema.

"Mit Software-Unterstützung schnell zu effizienten und robusten HPLC-Methoden", F.Vogel (wahrscheinlich dann unter V zu finden)
http://www.sach.ch/research_e.html

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