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Thema: Re: Störsignale bei Gradienten mit Acetonitril

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Autor(in): Dr. Christian Dauwe am 25.04.2010 um 18:57:41

Antwort auf: Störsignale bei Gradienten mit Acetonitril eingetragen von anonym am 16.04.2010 um 11:07:24

Acetonitril Störpeaks im Gradienten bei über 50% ACN:
Die erste Frage ist: kommen die Störpeaks aus der Probe oder aus dem Eluenten.
Experiment hierzu:
Leergradient ohne Probe, erscheinen dann die Störpeaks nicht, so kommen diese aus der Probe bzw. aus der Probenaufarbeitung.
Erscheinen im Leergradient ohne Probeninjektion ebenfalls die Störpeaks so liegt die Ursache in den meisten Fällen am Eluenten.
Sie Verwenden ACN und Wasser.
ACN kann prinzipiell Verunreinigungen die bei höheren ACN Anteilen im Gradienten erscheinen.
Häufige Ursachen liegen im HPLC-Wasser.
a) es wurde HPLC-Wasser aus einer hauseigenen Reinwasseranlage entnommen - hauseigene Reinwasseranlagen neigen manchmal zum Verkeimen, wird am schnellsten bemerkt mit Störpeaks im Gradienten. Ursachenbestätigung durch Vergleich HPLC-Wasser aus Hausanlage mit käuflich erwerblichem HPLC-Wasser (das meistens als saubere Referenz verwendet werden kann).
b) es liegt eine Verkeimung des Puffers vor (z. B. Phosphat im Spätfrühling in weißen statt in braunen Flaschen). Hier hilft: frisch ansetzen des Puffers 1-2x/Woche, abkochen des Wassers vor Ansetzen des Puffers (tötet Mikroben), braune Flaschen.
Bei weiteren Fragen oder Erfahrungsberichten - einfach melden/austauschen mit
Dr. Christian Dauwe
T.: 03301/208648

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