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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

11.08.2016

Eppendorf AG Die Spitze des Eisbergs Teil 2 : Wie Pipettenspitzen das Versuchsergebnis beeinflussen - Perfekte Geometrie ist von Bedeutung

Ulrike Gast, Eppendorf AG
Laura Koch, Eppendorf Polymere


Um den Einfluss von Pipettenspitzen auf das Dosierergebnis zu ermitteln, wurde eine Studie mit Standardspitzen von 15 Anbietern (Eppendorf und 14 Wettbewerber) durchgeführt. Dabei zeigte sich ein dramatischer Einfluss der Spitzen auf das Pipettierergebnis. Die Genauigkeit bei der Abgabe von kleinen Volumina wird maßgeblich von der Qualität der Spitzenöffnung beeinflusst. Jegliche Unvollkommenheit der Geometrie und Form führt zur Abgabe eines unvollständigen Volumens.

Einleitung

Nicht alle Einflüsse von Pipettenspitzen auf das Pipettierergebnis sind bekannt. Dass für das Aufstecken nicht empfohlener Spitzen und deren sicheren Halt auf dem Pipettenkonus hohe Kräfte erforderlich sind, welche die Dichtigkeit des Systems beeinflussen, ist offensichtlich. Dies ist aber nur die Spitze des Eisbergs, denn andere Einflüsse wie z.B. die Geometrie der Spitzenöffnung sind dem Anwender oftmals nicht geläufig. In Teil 1 dieser Serie wurde beschrieben, dass Pipette und Spitze ein System bilden, das nicht mit jeder beliebigen Pipettenspitze die zulässigen Grenzwerte einhält.

Dieses Ergebnis bestätigt die Empfehlung der ISO 8655, welche Pipette und Spitze als ein System und die Verwendung nicht empfohlener Spitzen als einen Systembruch versteht. Dabei fokussierte sich Teil 1 auf 1.000 μL Spitzen, für welche die Luftpolstergröße (das Luftvolumen zwischen Kolbenunterseite und Flüssigkeitsoberfläche) als Haupteinflussfaktor ermittelt wurde. Im Gegensatz dazu traten bei 10 μL Spitzen andere Faktoren in den Vordergrund. Einen wesentlichen Einfluss hatte hier die Qualität der Spitzenöffnung.

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