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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

30.06.2016

Altmann Analytik GmbH & Co. KG Auswahl einer passenden HPLC-Säule

Tanja Häfner Kontakt, Altmann Analytik GmbH & Co. KG


Seit dem Beginn der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (High Performance Liquid Chromatography, HPLC) in den 1960er Jahren wurde die Methode stetig weiter entwickelt und verfeinert. Dies gilt im gleichen Maße auch für die eingesetzten Materialien. So gibt es heute zehntausende verschiedene HPLC-Säulen von vielen verschiedenen Herstellern. Diese Auswahl bietet naturgemäß große Vorteile (u.a. gibt es sehr spezifische Trennsäulen für beinahe jedes Trennproblem), gleichzeitig steht der Anwender vor der Qual der Wahl. Der folgende Text bietet hier Orientierung und hilft bei der Auswahl der passenden HPLC-Säule.

Die meisten HPLC-Säulen bestehen aus Stahl 316. Vorteil ist, dass der Stahl druckbeständig und auch relativ inert gegen Korrosion ist. Für eine gute Trennleistung ist es wichtig, dass die Innenseite einer Trennsäule keine Rauigkeiten, Riefen oder mikroporöse Strukturen aufweist .

Beliebtes Basismaterial bei HPLC-Säulen ist Silicagel; dieses besteht aus Si-Atomen, die durch Sauerstoffatome verbrückt sind. Ein Nachteil von Silicagel ist, dass ein hoher pH-Wert zur Auflösung des Silica-Gerüstes führt. Silicagelsäulen können im pH-Bereich von pH 1 bis 8 verwendet werden. Durch einen niedrigen Metallgehalt lässt sich die chemische Stabilität von hochreinen Silicagelen erhöhen. An der Oberfläche trägt Silicagel OH-Gruppen (Silanolgruppen). Diese Silanolgruppen können chemisch verändert werden, so dass man stationäre Phasen mit spezifischen Eigenschaften erhält. Kieselgel hat zusätzlich zur mechanischen Stabilität den Vorteil einer kostengünstigen und einfachen Synthese. Ebenso gestaltet sich die Oberflächenmodifizierung einfach, preiswert und flexibel. Die Porengröße lässt sich bei Kieselgel eng verteilt einstellen.

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