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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

25.05.2016

Shimadzu Europa GmbH Kontaminierte Kunststoffe bei Küchenutensilien? - Nachweis WEEE-relevanter Substanzen in Kunststoffen

Jan Knoop Kontakt, Marion Egelkraut-Holtus, Shimadzu Europa GmbH
Franky Puype, ITC - Institut pro testováni a certifikace


Das Aufkommen an Kunststoffabfällen weltweit nimmt stetig zu, auch weil sich die Lebensdauer vieler technischer Verbraucherprodukte verkürzt. Deswegen wird das Recycling von Polymer- und Plastikmüll immer wichtiger. Abhängig von der späteren Verwendung der Kunststoffe muss dieser Prozess reglementiert und sicher sein, damit gefährliche Stoffe oder Materialien weder Umwelt noch Menschen schädigen können. Deshalb unterliegen Polymere bzw. Kunststoffe, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen (Food Contact Articles = FCAs) besonderen Regularien.

Kunststoffhaltige FCAs sind innerhalb der Europäischen Union durch die EU-Verordnung 10/2011 reglementiert. Diese beschreibt einen Gesamtmigrationstest mit Hilfe definierter Lebensmittel-Simulanzien, wobei der Anteil nichtflüchtiger, freigesetzter Substanzen von einem Material oder von FCAs gemessen wird. Bei Verwendung von Olivenöl bewertet ein Gesamtmigrationstest die FCA-Inertheit, wobei als maximal erlaubte Grenze nicht mehr als 10 mg der Bestandteile pro 1 dm2 freigesetzt werden dürfen.

Bei diesen migrierenden, nichtflüchtigen Verbindungen kann es sich um Monomere, Ausgangsmaterialien, Oligomere, Farbstoffe, Additive oder Oberflächenadditive handeln, die Grundbestandteile von Polymeren sind. Sobald sie in die Nahrung gelangen, bewirken sie eine nicht akzeptable Veränderung. Das Regelwerk umfasst auch die sogenannte "Positivliste" von zulässigen Monomeren, von anderen Ausgangsverbindungen, Makromolekülen, Additiven und Polymer-Zusätzen. Die Positiv-liste wird laufend erweitert sobald neue toxikologische Daten von Chemikalien erhalten werden.

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