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12.02.2015

Dynamische Lichtstreuung als GPC-Detektionstechnologie

Dr. Gerhard Heinzmann Kontakt


Bei der dynamischen Lichtstreuung wird die Probe in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst bzw. suspendiert. Es wird dann ebenfalls das Streulicht der makromolekularen Probe z. B. bei einem Winkel von 90° gemessen Allerdings werden sehr viel mehr Datenpunkte aufgenommen als dies bei der statischen Lichtstreuung der Fall ist, d. h. das von der Probe gestreute Licht wird in sehr viel kürzeren Zeitabständen gemessen. Die Messdaten werden auch nicht direkt ausgewertet sondern sie werden an einen Korrelator übermittelt, der zunächst eine Autokorrelationsfunktion für die Daten errechnet. Aus der Autokorrelationsfunktion wird dann über einen mathematischen Algorithmus, der als Regularisierung bezeichnet wird, der Diffusionskoeffizient der Probe ermittelt. Aus dem Diffusionskoeffizienten D wird schließlich über die Stokes-Einstein-Beziehung der hydrodynamische Radius Rh der Probe bzw. die Verteilung der hydrodynamischen Radien berechnet.

Ein großer Vorteil der dynamischen Lichtstreuung ist darin zu sehen dass man das Gerät nicht kalibrieren muss und man weiterhin keinerlei Informationen über die Probe benötigt um ein Ergebnis zu erhalten. Lediglich die Viskosität des verwendeten Lösungsmittels und dessen Brechungsindex müssen bekannt sein. Die Konzentration der Probe muss nur groß genug sein, dass ein Messsignal erhalten wird. Sie wird nicht zur Berechnung der hydrodynamischen Radien der Probe benötigt. Auch der bei der statischen Lichtstreuung so wichtige dn/dc-Wert der Probe spielt bei der dynamischen Lichtstreuung keine Rolle.

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