Unsere Seite auf

Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

19.11.2015

TU München, Analytische Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft Stationäre Phasen in SFC: Welche Säule passt zu welchen Substanzen?

Stefan Bieber Kontakt, Prof. Thomas Letzel Kontakt, TU München, Analytische Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft


Im letzten Artikel unserer Serie vom 02.07.2015 haben wir Ihnen die klassischen (chiralen) und neu aufkommenden (achiralen) Einsatzgebiete der SFC vorgestellt. Die chirale SFC ist sowohl im präparativen, wie auch analytischen Maßstab weitgehend etabliert. Grund dafür ist die deutliche Überlegenheit der Technik gegenüber flüssigphasen-basierten Techniken für die Trennung von chiralen Analyten. Die achirale SFC dagegen, ist gerade erst noch dabei, sich einen Platz in der Analytik zu sichern. Wie bereits in dem vorhergehenden Artikel erwähnt, können stationäre Phasen aus der Flüssigphasenchromatographie (LC) auch in der SFC eingesetzt werden. Zusätzlich kommen auch immer mehr SFC-spezifische stationäre Phasen auf den Markt. Hieraus ergibt sich heute schon eine sehr große Vielfalt an Materialien, die es möglich machen ein breites Spektrum an Analyten zu trennen. Dabei stellt sich aber jedes Mal auch die Frage, welche Säule für welchen Analyten am besten geeignet ist. Hilfreich sind hier vor allem Klassifizierungsschemata, die eine entsprechende Vorhersage erleichtern.

Das herkömmliche Klassifizierungsschema:

Im klassischen - aus der LC bekannten - Klassifizierungsschema werden stationäre Phasen meistens nach ihren oberflächengebundenen Liganden eingeteilt. Die wohl bekanntesten Klassen sind dabei die Normal- und Umkehrphasen.

Normalphasen sind dadurch gekennzeichnet, dass die gebundenen Liganden polar sind und polare Lösungsmittel eine höhere Elutionskraft besitzen als Unpolare. Typische Normalphasen bestehen entweder aus unmodifizierten Silicapartikeln mit Silanoloberflächen, oder die Silanole sind durch polare Gruppen wie Diol-, Amino-, Cyano-, und andere polare Gruppen (eventuell über kurze Kohlenwasserstoffketten gekoppelt) modifiziert. Auf Grund ihrer chemisch-physikalischen Eigenschaften, werden in Normalphasen also polare Substanzen stärker zurückgehalten, d.h. retardiert, als unpolare.

—> Artikel lesen




Abonnieren:

Empfehlen: