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06.08.2015

ACHEMA ACHEMA 2015 Trendbericht: Bioethanol und Biodiesel - die Treibstoffe der Bioökonomie

ACHEMA


Nachhaltigkeit ist einer der globalen Megatrends und eine treibende Kraft der bio-basierten Wirtschaft. Dahinter steckt die Idee, eine neue Art des Wirtschaftens zu etablieren auf Basis dessen, was auf Feldern und in Wäldern wächst, anstatt auf die endlichen Ölquellen zu setzen - und das Ganze natürlich so schnell wie möglich. Das Ziel ist hoch gesteckt; immerhin brauchte die erdölbasierte Wirtschaft 150 Jahre, um dahin zu gelangen, wo sie heute steht. In Sachen Nachhaltigkeit ist die biobasierte Wirtschaft unschlagbar. Solange jedoch der niedrige Preis einer Ware weiter oben auf der Prioriätenliste steht als die Frage, wie viele Treibhausgase ihre Produktion mit sich bringt, bleibt der Wettbewerb hart. Weitere wichtige Faktoren bei der Frage, wie Industrie und Menschen künftig mit Energie und Chemierohstoffen versorgt werden können, sind Kohle aus China und Schiefergas aus den USA.

Der weltweite Bioethanol-Boom

Angelehnt an das Bild der Erdölindustrie werden Produktionsstätten für biobasierte Chemikalien oft "Bioraffinerien" genannt. In einer Erdölraffinerie wird aus den Bestand-teilen des Rohöls eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte hergestellt, während die heutige "Bioraffinerie" oft nur ein Produkt kennt: Alkohol. Ethanol ist derzeit der wichtigste biobasierte Stoff und macht 90% aller Produkte aus, die durch Fermentation erzeugt werden. Etwa 100 Milliarden Liter Ethanol wurden 2013 destilliert, wobei die USA mit 50 und Brasilien mit 25 Milliarden Litern führend sind. Europa spielt im Ethanolmarkt mit 5 Milliarden Litern eine untergeordnete Rolle; Deutschland trägt dazu 852 Millionen Liter bei.

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