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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

09.07.2015

Deutscher Teeverband e.V. Authentizität von Tee und Teeprodukten - Was ist drin, wenn Darjeeling auf der Packung steht?

Prof. Ulrich Engelhardt Kontakt, Deutscher Teeverband e.V.


Bei zahlreichen Lebensmitteln stellt sich in den vergangenen Jahren zunehmend die Frage nach der Authentizität. Kürzlich wurden Zusätze von Pferdefleisch als Rindfleischersatz in Fertigprodukten bekannt. Neben solch krassen Verfälschungen gibt es zahlreiche weitere Beispiele, bei denen es um eine meist bewusste Täuschung im Hinblick auf Sorte oder Herkunft von Lebensmitteln geht.

Bekannte Beispiele für Authentizitätsnachweise sind die Sortendifferenzierung wie z.B. bei Kakao oder Kaffee (Arabica/Robusta) oder die Bestimmung der geographischen Herkunft wie etwa bei Wein oder Tee. Auch die Fragestellung, ob zu einem Lebensmittel als Aroma zugesetztes Vanillin natürlichen oder synthetischen Ursprungs ist, gehört in den Bereich der Authentizitätsbestimmung.

Man kann den Begriff der Authentizitätsbestimmung sehr viel weiter fassen: ökologisch vs. konventionell angebaute Produkte, nicht deklarierte Anwendung von Bestrahlung zur Haltbarkeitsverlängerung von bestimmten Lebensmitteln, Einsatz von gentechnische veränderten Zutaten oder der Nachweis, ob das Lebensmittel den Vorschriften bestimmter Religionsgemeinschaften genügt (koscher, halal). Letzterer ist u.a. mit verschiedenen Tierartenbestimmungen verbunden, was mit verschiedenen Methoden zu realisieren ist, wie der 2-dimensionalen SDS-PAGE, PCR, ELISA, oder HPLC-MS.

Selbst bei pflanzlichen Lebensmitteln gibt es derartige Fragestellungen. So findet man beispielsweise bei einer Internetsuche jede Menge Angebote an koscheren Tees. Bei Tee sind allerdings andere Fragestellungen relevanter, z.B. die geographische Herkunft.

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