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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

11.06.2015

Bundesinstitut für Risikobewertung Zinksalze in Mundwasser und Zahnpasta

Bundesinstitut für Risikobewertung


Zinksalze werden in kosmetischen Mitteln wie z. B. Mundhygieneprodukten wegen ihrer anti-bakteriellen Wirkung und zur Bekämpfung von Mundgeruch eingesetzt. Entsprechend der gesetzlichen Regelung dürfen in der gebrauchsfertigen Zubereitung bis zu 1,0 Prozent an Zink (Zn2+) enthalten sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat bewertet, ob von dieser Zinkkonzentration in Mundwasser oder Zahnpasta ein Gesundheitsrisiko ausgehen kann. Die Risikobewertung stützt sich auf die "worst-case"-Annahme, dass die erlaubte Höchstkonzentration von 1,0 Prozent Zink in den Mundhygieneprodukten enthalten ist.

Für die menschliche Gesundheit ist eine geringe Menge an Zink essentiell. Das Spurenelement ist für bestimmte physiologische Prozesse notwendig, die das Wachstum, die Reproduktion, die Immunabwehr und das Nervensystem betreffen. Zink kommt natürlicherweise in der Nahrung und im Trinkwasser vor. Verschiedene Studien zeigen, dass der Zinkbedarf der Bevölkerung in Deutschland über Lebensmittel ausreichend gedeckt ist, teilweise sogar eine leichte Überversorgung mit Zink besteht. Die empfohlene tägliche Aufnahmemenge variiert je nach Geschlecht und Alter: sie liegt beispielsweise für Männer bei 10,0 mg pro Tag, für Frauen bei 7,0 mg pro Tag, für Kinder und Jugendliche zwischen 1,0 und 10,0 mg am Tag.

Nimmt der Körper zu viel Zink auf, so kann es zu Störungen des Kupferstoffwechsels kommen. Eine dauerhafte erhöhte Zinkaufnahme kann zu Blutarmut, neuromotorischen Störungen und einer Schwächung des Immunsystems führen. Das Scientific Committee on Food (SCF), dessen Aufgaben heute von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wahrgenommen werden, hat daher eine tolerierbare Tageshöchstaufnahmemenge (Upper Limit/UL) für Zink abgeleitet. Diese liegt für Erwachsene bei 25 mg pro Tag. Die Tageshöchstaufnahmemengen für Kinder sind niedriger und variieren ja nach Alter und Geschlecht zwischen 7 mg und 22 mg pro Tag. Damit die Gesamtaufnahme über verschiedene Quellen die tolerierbare Tageshöchstaufnahme nicht überschreitet, sollte generell die Zinkaufnahme aus kosmetischen Mitteln nur 10 Prozent der unbedenklichen Tageshöchstaufnahme ausschöpfen.

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