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07.05.2015

ACHEMA ACHEMA 2015 Trendbericht: Moderne Prozessentwicklung

ACHEMA


Obwohl der Chemie-, Pharma-, Öl- und Gasindustrie ein gewisser Konservatismus zu eigen ist, suchen diese Branchen doch ständig nach neuen, besseren Produkten oder nach billigeren, umweltfreundlicheren Herstellungsverfahren für bekannte Produkte. Einen neuen Prozess zu entwickeln kann bis zu einem Jahrzehnt dauern. Grundlage dafür ist die Zusammenarbeit von Experten mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen, oft länderübergreifend oder weltweit. Neue computergestützte Simulationen gehen dabei Hand in Hand mit der traditionellen Kreativität von Wissenschaftlern und Ingenieuren. Ziel sind sichere, wirtschaftliche und nachhaltige Produktionsprozesse.

Die Prozessentwicklung schlägt den Bogen vom Reagenzglas im Labor zu großindustriellen Anlagen. Die Zielsubstanz kann eine Bulkchemikalie sein, von der Tausende von Tonnen vertrieben werden, oder ein Biopharmazeutikum, dessen Produktionsvolumen kaum den Kilogramm-Maßstab erreicht. Wenn ein Produkt neu in den Markt gebracht werden soll, stehen bei der Prozessentwicklung die Produktqualität, die Anlagensicherheit und die Umweltauswirkungen, Kapital- und Betriebskosten sowie das wirtschaftliche Risiko auf dem Prüfstand, einschließlich der Markteinführungszeit. Ist das Produkt schon eingeführt, geht es den Entwicklern typischerweise um einen Prozess, der besser ist als die etablierten Routen. Vielleicht suchen sie aber auch nach Wegen, Alternativen zu IP-geschützten Verfahren von Wettbewerbern zu eröffnen, wenn das Produkt selbst nicht geschützt ist. Die Prozessentwicklung ist fest im wissenschaftlich-technischen Bereich verwurzelt. Weil sie sich aber auf viele Bereiche auswirkt, verschiedenste Disziplinen koordiniert werden müssen und sie einen hohen kreativen Anteil hat, bedarf sie auch ausgeprägter Managementfähigkeiten.

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