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31.07.2014

Gebrauchte HPLC-Geräte: interessante Alternative oder lieber Finger weg?

Werner Röpke Kontakt


Es gibt sie noch, die guten alten Dinge: Autos, bei denen nichts piept, ohne elektronischen Firlefanz, dafür mit einem soliden, überdimensionierten Motor. Der Fahrer ist noch Fahrer und nicht Knöpfchendrücker.

Es gibt auch noch alte HPLC-Geräte, Pumpen mit riesigen Schrittmotoren, die 30 Jahre halten, solide Konstruktionen ohne LAN Anschluss, dafür mit Tasten, die auch 30 Jahre halten. Aber: Sind Gebrauchte HPLC-Geräte eine interessante Alternative oder sollte man lieber die Finger davon lassen?

100 Jahre Chromatografie - davon nahezu 40 Jahre HPLC - da sammelt sich in Firmen und Instituten einiges an Geräten an, die eigentlich einer Zweitverwertung zugeführt werden könnten. Auf der anderen Seite fragt sich mancher Laborleiter angesichts knapper Mittel, ob er nicht statt einer fabrikneuen HPLC ein gebrauchtes System kaufen sollte.

Der Gedanke an den unter der Lackierung völlig durchgerosteten Gebrauchtwagen lässt viele Interessenten aber wieder von dem Gedanken Abstand nehmen. Lässt sich eine 10 oder 15 Jahre alte HPLC-Anlage überhaupt noch für moderne Analytik einsetzen?

Entsprechen die einzelnen Geräte überhaupt noch den wissenschaftlichen Anforderungen?

Die Qualität einer chemischen Analyse hängt nicht vom Baujahr eines Messgerätes ab, sondern schlicht von seiner Eignung. Natürlich ist ein aktueller Fluoreszenzdetektor empfindlicher als ein Modell von 1980, aber nicht jede Analytik wird auch bis zur Nachweisgrenze einer Substanz hin strapaziert. So, wie mit einer hochmodernen, computergesteuerten HPLC Unfug gemessen werden kann, ist eine betagte, einwandfreie Anlage durchaus in der Lage, gerichtsfeste Ergebnisse zu erzielen.

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