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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

24.07.2014

Hochschule Fresenius, Idstein Fluoranalytik mittels Molekülabsorptionsspektroskopie

Dr. Tobias Frömel Kontakt, Sascha Münster-Müller, Prof. Thomas P. Knepper, Hochschule Fresenius, Idstein


Fluororganische Substanzen haben in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen, da die Substitution durch Fluor zahlreiche für die Anwendung vorteilhafte Eigenschaften mit sich bringt.

Nicht nur fluorierte Polymere, wie Polytetrafluorethylen (PTFE, Teflon®) begegnen uns an vielerlei Stellen im Alltag, auch zahlreiche niedermolekulare organische Verbindungen enthalten ein oder mehrere Fluoratome, beispielsweise einige pharmakologisch wirksame Substanzen wie Fluoxetin, aber auch Pestizide wie Tolylfluanid. Im letzten Jahrzehnt erlangten zudem die Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFASs, früher auch PFC = perfluorinated and polyfluorinated compounds oder PFT = "Perfluorierte Tenside") große Beachtung. Diese Stoffklasse, von denen die Perfluoroktansäure (perfluorooctanoic acid, PFOA) und die Perfluoroktansulfonsäure (perfluorooctane sulfonic acid, PFOS) die am besten untersuchten Substanzen darstellen, weist zahlreiche negative Eigenschaften für Mensch und Umwelt auf.

Da die heute gängigen Verfahren zur Quantifizierung bekannter Substanzen Methoden mit einem definierten Analytenspektrum dienen, hauptsächlich die Hochleistungsflüssigchromatogrpahie gekoppelt mit der Tandemmassenspektrometrie (HPLC-MS/MS), werden unbekannte Verbindungen dieser Substanzklasse nicht von der Methode erfasst. Einige Studien kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass der Anteil unbekannter PFASs, die in Umweltproben enthalten sind, den der bestimmten Einzelsubstanzen überschreitet.

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