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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

17.07.2014

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg Untersuchungen von Textilien und Leder mit Hautkontakt auf gefährliche Inhaltsstoffe

Dr. Norbert Martin Kontakt, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg


Jeweils projektbezogen wurden Fasnachtkostüme und -Accessoires, Strickgarne, Ledergürtel, Erotikwäsche, Nähgarne, Schildmützen, Fahrradhosen, Lederschuhe, Tücher/Schals aus Schleiergewebe sowie Textilien mit Lebensmittelkontakt (Weihnachtstischdekoration) auf Azofarben und freisetzbare potenziell krebsauslösende Amine, sensibilisierende Farbstoffe, Chrom(VI) sowie die Farbechtheit von Tischdekoration untersucht.

Die Fragestellung lautete: Sind die Erzeugnisse hinsichtlich der chemischen Sicherheit auffällig?

Azofarbstoffe

Lediglich in 6 Fällen der insgesamt 456 untersuchten Proben wurden freisetzbare Amine nachgewiesen: Ein Fasnachtskostüm, zwei Schildmützen sowie die Textilfütterung eines Lederschuhs waren auffällig. Die freisetzbaren Amine waren 4-Aminoazobenzol in 2 Fällen (140 und 130 mg/kg) sowie jeweils einmal 3,3'-Dimethoxybenzol (80 mg/kg) und 3,3'-Dimethylbenzol (165 mg/kg). Das Haarnetz einer Perücke (Beschwerdeprobe) enthielt 60 mg/kg Benzidin, im gleichen Material der Vergleichsprobe wurden 250 mg/kg 4-Aminoazobenzol nachgewiesen. Der Anteil zu beanstandender Erzeugnisse ist seit Jahren niedrig; ein erfreuliches Zwischenfazit.

Chrom(VI)

Im Rahmen des Projekts "Schuhe für Erwachsene aus Leder" wurde bei zwei Proben Damenschuhe (Ballerinas und Sandalen) der Chrom(VI)-Grenzwert von 3,0 mg/kg überschritten. Die gemessenen Gehalte lagen bei 64 bzw. 14 mg/kg. Des Weiteren waren in 4 Paar Schuhen, welche als Verbraucherbeschwerden zugeführt wurden, Chrom(VI)-Gehalte von 10 bis 30 mg/kg nachweisbar. Auch in einem Lederkorsett wurde ein erhöhter Gehalt von 10 mg/kg bestimmt.

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