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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

22.05.2014

Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Biologie und Biotechnologie Neue Biokatalysatoren für die Wasserstoffproduktion - Leistungsstarke Enzyme aus Algen

Prof. Thomas Happe Kontakt, Dr. Anja Hemschemeier Kontakt, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Biologie und Biotechnologie


Enzyme, auch Biokatalysatoren genannt, helfen bei der Herstellung von Lebensmitteln, sind in Waschmitteln vorhanden, werden in der medizinischen Diagnostik eingesetzt - und sie haben das Potenzial, Energieprobleme zu lösen. In Mikroalgen gibt es besondere metallhaltige Enzyme, die an komplizierten Stoffumwandlungen und Signalübertragungen im Energiestoffwechsel beteiligt sind. Das Team der AG Photobiotechnologie der RUB forscht an eisenhaltigen Biokatalysatoren, die Wasserstoff produzieren können. Vor Kurzem haben die Forscherinnen und Forscher einen Mechanismus entdeckt, der die biokatalytische Wasserstoffherstellung wirtschaftlich nutzbar machen könnte.

Die belebte Welt, wie wir sie kennen, existiert nur, weil bestimmte Enzyme chemische Reaktionen ausführen. Vom einfachsten Einzeller bis hin zu solch komplexen Wesen wie dem Menschen wandeln Enzyme beispielsweise Nahrung in Energie um. Die Fähigkeit, komplizierte chemische Reaktionen mit relativ wenig Energie- und Ressourcenaufwand zu katalysieren, macht Enzyme auch für biotechnologische Anwendungen interessant - zum Beispiel für die Produktion von Medikamenten, Feinchemikalien oder umweltfreundlichen Treibstoffen. Angesichts der Probleme, welche die Nutzung fossiler Brennstoffe mit sich bringt, wie etwa Luftverschmutzung und Treibhauseffekt, und der Tatsache, dass diese Energieträger zudem bald ausgeschöpft sein werden, benötigen wir dringend Alternativen.

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