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11.04.2014

Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG Mal gelb, mal grün, mal giftig - die verschiedenen Eigenschaften von Arsen und dessen Verbindungen

Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG


Arsen hat viele Facetten, doch allem voran ist es eine Gefahr für Millionen von Menschen weltweit. Die verschiedenen Eigenschaften von Arsen und dessen Verbindungen hat sich der Mensch im Laufe der Zeit zu Nutze gemacht: In der Antike benutzte man das rote und das gelbe Arsensulfid (As2S3 bzw. As4S4) als Schminke und Haarentfernungsmittel. In der Kunst wurden Arsenverbindungen als Pigmente gebraucht - so zum Beispiel in van Goghs "Selbstbildnis gewidmet Paul Gauguin" (1888). Sogenanntes "Schweinfurter Grün" (Kupfer(II)-arsenitacetat) verleiht dessen Hintergrund seine charakteristische Farbe. Und, um nur eine Verwendung aus der Medizin zu nennen: Das erste wirksame Mittel gegen Syphilis war die Arsenverbindung Arsphenamin (1910).

Am bekanntesten ist das Element mit der Ordnungszahl 33 aber als Gift. Als Verunreinigung im Trinkwasser haben Menschen in verschiedenen Teilen der Erde bis heute damit zu kämpfen. In Literatur und Film hat Arsen als Gift eine beispiellose Karriere hingelegt. In "Kabale und Liebe" lässt Schiller den Protagonisten Ferdinand von Walter und seine Geliebte den Arsentod sterben. Die unglücklich verheiratete Madame Bovary nimmt sich in Flauberts gleichnamigem Roman auf dieselbe Weise das Leben. Und im Filmklassiker "Arsen und Spitzenhäubchen" aus den 1940er Jahren verabreichen zwei "wohltätige" Damen einsamen älteren Herren Arsen, um sie von ihrem tristen Dasein zu erlösen. Beendet wurde diese Karriere wohl durch die Marshsche Probe, dank der Arsenvergiftungen seit 1836 posthum nachweisbar sind.

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