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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

30.08.2013

IGR.gif Nasschemische Fe2+-Analysen zur Beurteilung des Redoxzustandes von Glasschmelzaggregaten

Dirk Diederich Kontakt, IGR-Institut für Glas- und Rohstofftechnologie GmbH


In den vergangenen Jahren war die Nachfrage beim Institut für Glas- und Rohstofftechnologie GmbH IGR nach reproduzierbaren Fe2+-Analysen in silikatischen Werkstoffen von der glasproduzierenden Branche recht hoch. Die bekannten Probleme hierbei sind die z.T. störenden Umwelteinflüsse während der Analysendurchführung.

Unter anderen wird durch die DIN EN ISO 14719 "Chemische Analyse von feuerfestem Werkstoff, Glas und Glasuren - Spektralphotometrische Bestimmung von Fe2+ und Fe3+ mit 1,10-Phenanthrolin (ISO 14719:2011); Deutsche Fassung EN ISO 14719:2011" eine mögliche Analytik aufgezeigt. Jedoch zeigen aktuelle Untersuchungen - u.a. von S. Bartolomey, RWTH Aachen - Unstimmigkeiten bei der Durchführung dieser Methode.

Das IGR hat sich seit Anfang 2013 mit der praktischen Durchführung der Fe2+-Analytik in silikatischen Roh- und Werkstoffen beschäftigt. Anfänglich wurden umfangreiche Literaturrecherchen vorgenommen, hier sind zusätzlich zur Norm besonders die Veröffentlichungen von P. Brosch und H. Hahn (1992) sowie das ICG-Verfahren (1999) zu nennen. Im Anschluss hieran hat sich das IGR mehrere Monate mit der praktischen Umsetzung der Fe2+-Analytik beschäftigt und eine an die Norm angelehnte, reproduzierbare Analysenmethode aufgebaut.

Diese Analytik ist weitgehend robust und somit frei von störenden Umwelteinflüssen (UV-Strahlung, Schutzgasanwendung) sowie Störungen durch polyvalente Elemente in der Glasmatrix.

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