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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

21.01.2013

MartensLabConsult Einsichten eines Laborberaters (15): Und wer hat Ihr Labor geplant?

Helmut Martens Kontakt, MartensLabConsult


Wenn man sich so anschaut, wie viele Labors in ihrer Funktionalität einer zeitgemäßen Arbeitsweise mit modernen Arbeitsmitteln und flexiblen Mitarbeitern entgegen stehen, muss die Frage erlaubt sein, wie es immer wieder und immer noch dazu kommen kann.

Die Möblierung Standard aus dem Katalog, Schreibarbeitsplätze überall an den Fensterseiten für ganze Kompanien von Mitarbeitern, möglichst lange und in sich nahezu geschlossene Laborboxen, separate Auswerteplätze auf einer anderen Etage und alles, was am meisten gebraucht wird, möglichst weit auseinander oder weit weg. Höchste Energieeffizienz und optimale Raumausnutzung im Verhältnis von Arbeits- zu Verkehrsflächen, architektonisches Highlight, aber erkauft u. a. mit langen Wegen, schlechten Arbeitsbedingungen, mangelhafter Kommunikation und höherem Personalbedarf. Zielkonflikte ohne Ende und selten ein stimmiges Gesamtkonzept. Wenn in einem Labor dreißig oder mehr Prozent Optimierungspotenzial nur deshalb nicht realisiert werden können, weil die Räumlichkeiten dieses nicht hergeben, dann stimmt etwas nicht. Was könnten Gründe dafür sein?

Beim Neubau oder bei der Neueinrichtung eines Laborgebäudes stoßen verschiedene Interessen aufeinander, die alle ihre Berechtigungen haben, sich aber nicht selten im Wege stehen. Um so wichtiger erscheint mir dann, dass man die Planung nicht einem einzelnen Planer überlassen darf, weil sonst zu viele Aspekte zu schnell unter den Tisch fallen. Und wenn die Planung dann auch noch jemandem überlassen wird, der von dem doch etwas speziellen Metier "Laborbetrieb" keine Ahnung hat, dann wird keiner mehr wirklich froh.

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