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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

05.04.2013

ICA -  Ingenieurgemeinschaft für Chemische Analytik Schmerz lass' nach - Bestimmung von Schmerzmitteln mittels Kapillarelektrophorese

Dr. Jana Boden Kontakt, Dr. Beate Göttlicher Kontakt, Dr. Ingo Haumann Kontakt, ICA - Ingenieurgemeinschaft für Chemische Analytik


Schmerzmittel, auch als Analgetika bezeichnet, sind die am häufigsten verwendeten Arzneimittel. Es gibt sie in vielen Variationen, der Mediziner unterscheidet zwischen opioiden und nicht-opioiden Schmerzmitteln. Die nicht-opioide Kategorie wird in saure und nicht-saure Substanzen unterteilt. Viele dieser Medikamente begleiten uns schon sehr lange. Bereits im alten Griechenland wurde das Salicin aus dem Saft der Weidenrinde gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Sein heute gängiges Derivat, die Acetylsalicylsäure, wurde bereits 1853 synthetisiert und seit 1897 als "Aspirin" bezeichnet. In geringer Dosierung (30 bis 50 mg) wird Aspirin vorbeugend gegen die Bildung von Blutgerinnseln verordnet. Der in Erika- und Birkengewächsen vorkommende Verwandte des Aspirins ist das Methylsalicylat. Es wird aufgrund seines Geruchs heute in der Parfümerie und Kosmetikindustrie verwendet.

Der erste synthetisch hergestellte Arzneistoff war das Antipyrin (Phenazon). Ludwig Korr synthetisierte es bereits 1883 und hat damit den Siegeszug der Schmerzmittel eingeläutet. Heute wird es aufgrund seiner geringen Schmerzlinderung nur noch in wenigen Präparaten verwendet. Weiter verbreitet ist sein Derivat, das Metamizol. Dieses ist gut magenverträglich und seit 1922 auf dem deutschen Markt erhältlich.

Auf der Suche nach wirksamen und nebenwirkungsärmeren Schmerzmitteln wurde Ibuprofen im Jahre 1955 entdeckt. Es liegt als Racemat vor, wobei nur das S-Enantiomer wirksam ist. Im Organismus werden 50 - 60 Prozent des R-Enantiomers noch zusätzlich in das wirksame S-Enantiomer umgewandelt, was die Verwendung des viel günstigeren Racemats rechtfertigt.

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