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Fachartikel aus Labor, Analytik und Qualitätskontrolle

04.04.2013

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) RISK-IDENT - Identifizierung, Bewertung und Minderung bislang unbekannter Spurenstoffe in Gewässern

Dr. Anne Bayer Kontakt, Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)
Marco Luthardt, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Dr. Giorgia Greco, Technische Universität München


Arzneimittel, Reinigungsmittel, Duftstoffe und andere anthropogene Spurenstoffe gelangen täglich mit unserem Abwasser in die Kläranlagen. Werden sie dort nicht vollständig abgebaut, schädigen sie möglicherweise später im Gewässer Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere. Viele dieser Spurenstoffe werden bei derzeitigen Routineanalysen nicht erfasst. Auch weiß man oft noch wenig darüber, welche Abbauprodukte entstehen und wie sie wirken.

Doch wie identifiziert man unbekannte Stoffe? Wie bewertet man das von ihnen ausgehende Risiko und minimiert ihren Eintrag? Das vom Bundesministerium für Forschung und Gesundheit (BMBF) geförderte Projekt RISK-IDENT sucht nach Methoden, um die nur in Spuren auftretenden anthropogenen Stoffe und ihre Abbauprodukte zu identifizieren. Ihre Persistenz, Mobilität, Ökotoxizität und Rohwasserrelevanz werden ebenso untersucht wie das von ihnen ausgehende Risiko für Gewässerorganismen. Um ihren Eintrag in die Umwelt zu verringern, wird ein Verfahren zur Elimination von Spurenstoffen in der Abwasserreinigung entwickelt und erprobt.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Form von Handlungsanweisungen sowie Veröffentlichungen und Fachtagungen den Zielgruppen Kommunen, Wirtschaft, Gesetzgeber, Bürger und Fachgremien zugänglich gemacht. Dabei koordiniert das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) das Projekt, beteiligt sind auch die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), die Technische Universität München (TUM), der Zweckverband Landeswasserversorgung (LW) und die Firma CONDIAS GmbH.

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